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In Siebenmeilenstiefeln jagen wir den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten  hinterher und sind es gewöhnt alles in nullkommanix zu bekommen.  Entspannung auf Knopfdruck, Wissen sofort, Achtsamkeit im Handumdrehen. Doch auch Berufung zum mitnehmen?

Es ist selbstverständlich geworden, dass so gut wie alles blitzschnell zur Verfügung steht. Wie die Antwort auf meine Frage, die mir Wikipedia in Sekunden ausspuckt oder der Postbote, der heute die Sachen bringt, die ich gestern von irgendwo geordert habe.

Das ist schön und bequem, doch gleichzeitig bekommen wir durch diese Art von prompter Lieferung den Eindruck,  bei uns selbst müsste das genauso funktionieren.

Berufung können wir nicht bestellen, wie einen Coffee to go.

Berufung to go

In Sachen Berufung habe ich den Eindruck, dass auch da manche Menschen sofort Resultate erwarten, kaum das sie sich entschlossen haben, zu hinterfragen, was für sie Sinn macht.

Ja, es gibt sie, die meist kreativen Ausnahmetalente, die schon in Kindertagen auf ihre Leidenschaft treffen. Doch das sind Ausnahmen, nicht die Regel! Wie Mozart, der mit drei Jahren anfing Klavier zu spielen oder David Garrett, der seine erste Violine mit 4 bekam.

Die eigene Berufung leben ist eher Prozess als plötzliche Entdeckung.

Wenn du, wie ich, weder Mozart noch Garrett bist, und dich langsam an deine Berufung heranpirschst, hör bitte auf, dich selbst unter Druck zu setzen.  Wenn du keine Ahnung hast, was deine Leidenschaften und Talente sind, gibt es Möglichkeiten, das rauszufinden.

Also die gute Nachricht: es ist möglich. Es gab Menschen, die diesen Weg bereits gegangen sind. Die schlechte Nachricht ist, es gibt keine Touri-Tour, die uns in einem Ausflugsdampfer hinschippert.

Wir alle müssen uns höchstpersönlich selbst auf den ganz eignen Weg machen.

Es kann manchmal sehr schnell gehen, die Berufung zu finden, doch sie zu leben ist ein lebenslanger Prozess. Vielleicht besteht unsere Lebensaufgabe darin, unsere Berufung zu finden UND zu leben.

Gib dir die lange Weile

Wenn dich die Sehnsucht überkommt, deiner Leidenschaft zu folgen, brauchst du vor allem eins: Zeit!

Zeit, dich mit dir selbst zu beschäftigen.

Zeit, grundlegende Fragen ein paar Tage oder Wochen lang im Kopf spazieren zu tragen, damit sie sich richtig in deinem Körper ausbreiten können und dich mit Erinnerungen fluten.

Zum Beispiel was du als Kind gemacht hast, wenn die lange Weile aufkam. Was hast du dann getan, wenn es nichts zu tun gab?

Wovon mussten dich deine Eltern als Kind regelmäßig losreißen?

Wobei hast du die Zeit vergessen?

Das ist einfach nix für dich

Oft wurde unsere kindliche Freude im Keim erstickt, als es hieß:

das kannst du eh nicht,

was soll das denn für ein Bild sein,

du hast einfach kein Talent,

XYZ kann das besser,

du warst noch nie so der Feinmotoriker

oder ähnlich niederschmetternde Sätze, die einem Kind, das sich gerade austestet völlig den Wind aus den  Segeln nehmen.

Die Sinnhaftigkeit dieser Äußerungen möchte ich hier nicht diskutieren, sondern dazu ermutigen, auch dieser Spur zu folgen. Wenn in dir die Freude aufsteigt, weil du dich erinnerst, was du als Kind so liebtest, kann es sein, dass dir ein ähnlicher Satz wie oben in den Kopf schießt und vorbei ist es mit dem schönen Gefühl.

Das gute daran ist: jetzt bist du kein Kind mehr. Heute kannst du dir diesen Gedanken, der zum Glaubenssatz wurde, ganz genau anschauen. Du kannst ihn näher betrachten, dir bewusst machen, wovon er dich abhielt  (und noch hält) und kannst ihn ersetzen durch eine positive Botschaft.

Wenn du dir auf die Spur kommen und herausfinden möchtest, was dich wirklich ausmacht, gibt es nur einen Weg:

beschäftige dich mit dir selbst

Punkt 1: Nein, das ist nicht egoistisch, auch wenn du sonst andere höher priorisierst und erst schaust, ob deine Lieben um dich herum, dein Chef, deine Kollegen, wer auch immer, alles haben und rundum zufrieden sind.

Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben!  Wenn die Luft ausgeht, solltest du zuerst nach deiner Sauerstoffmaske greifen (wie im Flugzeug auch). Was glaubst du, wieviel besser du dich um andere kümmern kannst, wenn du voll in deiner Kraft stehst?

Punkt 2. Nein, es ist nicht immer angenehm, sich mit sich selbst zu beschäftigen, doch es führt kein Weg dran vorbei, wenn dich selbst finden willst. Kein Mensch (auch kein Coach) kann dir diese Arbeit abnehmen. Ein Coach kann dich begleiten, wenn der Weg steinig wird und dir ein guter Sparringspartner sein.

Woher die Zeit nehmen?

Alles beginnt mit deiner Entscheidung!

Sich Zeit zu nehmen ist eine Entscheidung. Du musst sie dir nehmen, sie wird dir nicht gegeben.

Dich auf die Suche nach deiner Berufung zu machen heißt, dein warum  zu finden. Warum bist du hier auf der Erde? Hast du das gefunden, kannst du diesem Wegweiser folgen. Das ist der Sinn, warum du hier auf der Erde bist.

Dieser Sinn, dieses Warum kann dein Leitstern sein, wann immer du an dir zweifelst und durchs Unterholz kriechst.

Berufung schlägt genauso wenig ein, wie ein Blitz in deine Couch

Berufung schneit nicht einfach so rein und erleuchtet dich, während du dabei bist, dir den neuesten Tatort reinzuziehen. 

Heldenreise unseren Weg gehenStell dir vor, du möchtest ein spannendes Buch lesen oder einen Film sehen. Diese basieren immer auf einer Art Heldenreise. Der Akteur steht vor einem Problem oder einer Herausforderung, welches er im Laufe der Geschichte lösen und überstehen muss. Erst dadurch gewinnt er die Erkenntnisse, die er braucht, um am Ende als Held aus der Geschichte hervorzugehen.

Was wäre das für eine Geschichte, wenn nix passiert, weil der Held in Erwartung einer Antwort auf dem Sofa lümmelt? Eine ziemlich langweilige!

Es passiert nix, wenn nix passiert.

Wir müssen vor die Tür gehen, um etwas erleben zu können. Wenn wir unsere eigene Heldenreise schreiben wollen, müssen wir uns unseren Kämpfen und Herausforderungen stellen. Uns aufmachen, um aus den Steinen, die uns in den Weg gelegt werden, selbigen zu pflastern.

Wenn du beginnst, diesen Weg zu dir zu gehen und deinen Fokus darauf richtest, wirst du das Gefühl bekommen, die halbe Welt ist bereits angekommen an ihrem Platz und kennt den Sinn. Das scheint nur so, weil du gerade deine Aufmerksamkeit wie ein paar Scheinwerfer in deinem Bewusstsein genau darauf ausrichtest.

Was ich dir mit diesem Artikel unbedingt sagen möchte ist, setz dich nicht unter Druck, aber gehe los, schau dich um und vor allem:

Folge deiner Freude

Gib dich der Freude hin. Worüber kannst du dich JETZT schon freuen, auch wenn gerade nicht alles perfekt ist? Wie kannst du deiner FREUDE jetzt Ausdruck verleihen? Schau mal auf mymonk vorbei, da gibt es noch ein paar ungewöhnliche Fragen zum Thema Berufung, die du dir stellen kannst

Oft hängen wir gedanklich an dem fest, was gerade nicht so funktioniert, das macht uns nicht gerade empfangsbereit für Kreativität und die Offenheit. Doch genau da wollen wir hin, in die Weite, um aus dem Vollen zu schöpfen und unsere Möglichkeiten zu erkennen.

Was bringt dir Freude? Tu das, folge dem, so oft und so viel du kannst.

Lass das Finden wollen los.

Lass. dich.In. die. Freude. fallen.

Und vergiss nicht

die Welt braucht deine leise Power ?

 

 

 

 

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