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Berufung finden liegt gerade voll im Trend. Wenn so viele auf der Suche sind, wird wohl was dran sein: Also los, Berufung finden und glücklich werden. Guter Plan. Oder?

Ein, zwei Bücher gelesen, ein paar Internetseiten durchforstet, doch die Berufung nicht gefunden? Schon gar nicht das Glück, was ja der eigentliche Sinn der Suche war?

Bedeutungsschwangere Ansagen wie „Berufung suchen“, „Traumjob finden“, „seiner Leidenschaft nachgehen“ oder „die Lebensaufgabe entdecken“ können einen schon in die Knie zwingen, bei dem großen Druck, den sie ausüben, sobald man anfängt, ihnen hinterherzuhecheln.

Berufung finden, gibts da nen geheimen Code?

Es klingt nach Exklusivität und dieser „einen Bestimmung“, die es wie den heiligen Gral zu finden gilt. Doch es ist kein geheimer Berufungsclub, bei dem einem Tür und Tor geöffnet wird, wenn man den Code geknackt hat. Wenn es sowas wie einen Code gäbe, dann vermute ich, wäre es wohl die Inschrift am Eingang des Tempels von Delphi: „Erkenne dich selbst“.

Doch dazu später mehr.

Erst einmal: Einatmen. Ausatmen. Dankbar sein.

Dankbar für die freie Wahl

Wir müssen hier und heute nicht mehr alles machen, um überleben zu können. Wir können in aller Regel unseren Beruf frei wählen und auch wechseln, wenn es für uns nicht (mehr) passt. Das war vor ein paar Jahren noch anders.

Die Dankbarkeit ist die eine Seite der Medaille, die andere ist, die Qual die so eine große Wahl(möglichkeit) mit sich bringt.

 

Ich nehme mal an, du liest das hier, weil du unzufrieden mit deinem Job bist. Was auch immer es ist: Deine Aufgaben machen dir keinen Spaß. Die Chemie mit Chef und/oder Kollegen stimmt nicht, das Gehalt, die Arbeitszeit, was auch immer.

Soweit so klar.

Fragst du dich:

Ich habe keine Ahnung, was ich stattdessen machen soll?

Gute Frage. Nächste Frage… oder besser gesagt: Fragen. 69 an der Zahl und zu finden in diesem kreativen Buch, wo du sie sofort  und auf der Stelle beantworten kannst, um herauszufinden, was du „stattdessen“ machen möchtest.
Wenn dir nach ein paar Fragen mehr ist… 69 beispielsweise, dann zelebriere einfach die Antworten

Die eigene Berufung zu finden scheint ähnlich erfolgversprechend zu sein wie die Eröffnung eines gewissen Berliner Flughafens. Die Gedanken kreisen, der Körper verspannt sich und deine Energie scheint zu schwinden, bei dem Gedanken daran: diesen einen Job zu finden, der wie für dich gemacht ist.

Entspann dich.

Du stocherst im Nebel? Dreh den Spieß doch einfach mal um.

Funktioniert auch bei Multiple Choice-Tests sehr gut: Das Ausschlussverfahren. Klapper alles ab, was du nicht mehr willst. Die meisten Menschen wissen nicht, was sie wollen, aber sehr wohl, was sie nicht wollen.

Versteif dich nicht länger aufs Finden wollen, sondern arbeite mit dem, was du hast: Deinem Bäh. Nimm genau das und dreh den Berufungs-Spieß einfach um. Mach weniger von dem, was du nicht mehr willst. Vermeide das, was dich unzufrieden macht und suche dir entgegengesetzte Alternativen.

Von innen nach außen

Um unserer Berufung folgen zu können, ist es hilfreich still zu werden und in sich zu gehen, weil der Ruf aus dem Inneren kommt, nicht von außen.

In unserer lauten Glimmer-Glitzer-Verführungswelt ist gibts immer ein Objekt, dass uns verleitet, auf das wir hören, mit dem wir uns vergleichen, dem wir hinterherjagen. Führt leider dazu, dass wir immer wieder vom Weg abkommen. Was natürlich auch wieder frustrierend ist. Wir messen unsere Einzigartigkeit mit der Einzigartigkeit der anderen, um festzustellen, dass wir nicht so einzigartig sind, wie jemand anderes. Wo bitte soll das hinführen, wenn nicht in eine Sackgasse?Niemand ist durchschnittlich,

jeder ist auf seine ganz besondere Art er selbst.

Ich vermute allerdings auch, dass die Suche im Außen manchmal eine willkommene Ablenkung ist, nicht tiefer (in sich selbst) schürfen zu müssen, um dem eigenen Schmerz nicht zu begegnen.

Sich von anderen inspirieren zu lassen ist natürlich etwas anderes als blindlings nachzuahmen.

 

Der inneren Stimme vertrauen

Jemand zu Hause bei dir?

 

Stell dir einfach mal vor, dein zukünftiges ICH ruft dir aus deiner Zukunft zu: hey, schau mal hier bin ich, hier entlang, das ist dein Weg. Unsere eigene Sehnsucht ruft uns, weil wir tief im Inneren spüren, wer wir sein könnten und wozu wir in der Lage wären.

„Lege deine Zukunft in gute Hände – deine eigenen.“ – Mark Victor Hansen

So lange wir nicht unserem eigenen Ruf folgen, wird unsere Sehn-Suche nicht aufhören.

Die Mittel der Wahl für diesen Ruf sind Leidenschaft, Talente, Begabungen, Potenziale.  Die Zeichen auf dem Weg sind Zufälle und Gelegenheiten.

Verantwortung übernehmen

Es klingt schräg irgendwie und doch wir erwarten manchmal, dass sich der Himmel auftut und eine Stimme uns unmissverständlich entgegenschmettert, was wir zu tun haben und was das Richtige für uns ist. Also zumindest wünschte ich mir das manchmal, was natürlich seltsam ist, weil ich es ja eigentlich klasse finde, frei entscheiden zu können. Naja manchmal, meistens, ähm…

Es wär ab und an einfach total entspannend, wenn uns jemand die Entscheidung abnähme. Dann hätten wir auch die perfekte Person, der wir die Schuld in die Schuhe schieben können, wenn es schief geht. Die Katze. Der Schwanz. Du kennst die Geschichte. Jeder von uns muss in seinen eigenen Schuhen gehen, die Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen. Wenn ich mich nicht um einen passenderen Job kümmere oder meine Einstellung zum bestehenden Job ändere, bleibt alles so, wie es ist. Muss ja nicht verkehrt sein, ich sollte eben nur im Frieden mit den Konsequenzen sein.

Wir alle haben einen untrüglichen Kompass in uns, der uns sehr wohl zu führen imstande ist. Wir haben es nur verlernt, abtrainiert bekommen, vergessen, verspielt, wie auch immer. Der Kompass ist unser Warum

Ach, wenn wir doch nur einfach unserem Kompass folgen würden, doch stattdessen fangen wir an zu denken, was wir machen sollten oder machen das, von dem wir denken, dass das, wer auch immer von uns erwartet. Wir fragen uns, wie es wohl aussehen würde, wenn wir denn täten, was wir wollten und wenn das jeder machen würde, wo kämen wir da hin…. *Konjunktiv-Modus aus….*

Die wenigsten Menschen trifft die plötzliche Berufungserleuchtung.

Klar ist, die wenigsten von uns können einfach den ganzen Tag mit den Fingern an den Händen spielen, nur weil es Freude macht.

ABER

Wir können jeden Tag ein bisschen mehr von dem tun, WAS uns Freude macht.

Also, wenn dir dein Job keinen Spaß macht, dann kannst du schauen, ob es eine Aufgabe in deinem Job gibt, die du gerne tust und davon versuchen mehr an Land zu ziehen. Du kannst versuchen, die Arbeit mit bestimmten Kollegen auszubauen, die dich erfreut. Wenn das nicht funktioniert, konzentriere dich darauf, außerhalb deines Jobs zu machen, was dich so richtig glücklich macht.

Nimm dir ganz bewusst wieder Zeit für deine Hobbys und tu das, was dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und genau davon machst du immer mehr. In kleinen Schritten. Das bedeutet, der Freude folgen.

Leidenschaft vs. Neugier

Die eine Möglichkeit, sich auf den eigenen Weg zu machen ist, neugierig wie ein Kind alles mögliche auszuprobieren. Mal an dieser Blüte, mal an jener Blüte schnuppern, um dann weiterzuziehen und sich von der Neugier weitertragen lassen.

Die andere Variante wäre, der Leidenschaft zu folgen. Doch gerade für sensible Menschen kann Leidenschaft teilweise etwas Bedrohliches haben, dass sich anfühlen kann, als würde es sie mit sich in die Flammen ziehen und verglühen lassen. Neugier ist nicht so einnehmend, Leidenschaft hat dafür den besseren Ruf.

Egal ob du zu denen gehörst, die ihre Leidenschaft entdecken wollen oder ihrer Neugier folgen. Finde deinen ganz eigenen Herzensweg und die Arbeit, die zu dir und deinem Leben passt.

Gelassen dem Herzensweg folgen

Ist es immer leicht, diesem Ruf zu folgen?
Nein.
Auch ein Traumjob ist Arbeit.

Doch eine, die nicht unbedingt weh tun muss. Der Weg kann herausfordernd sein, teil dir deine Kräfte ein und genieße die Reise. (Blumen am Wegesrand und so 🌷). Viel wichtiger als auf das Ergebnis – Berufung finden – hinzuarbeiten, ist der Prozess an sich.  Worum es letztendlich geht ist, deinen bevorzugten “Seins-Zustand” zu finden. Das dauert eben, so lange es dauert, räume dir diese Zeit ein, setze dich nicht selbst unter Druck, doch bleibe, auch in kleinen Schritten, dabei. So lange, bist du  alle Aspekte, die dir wichtig sind in dein Leben integriert hast.

Das große Ideal „BERUFUNG FINDEN“ vom Sockel holen.

Ohne Frage, die Berufung ist die Königsklasse in Sachen Arbeit, sozusagen der Job-Porsche. Doch lass mal die Berufung mal vom “Beruf” trennen und dafür dem „RUF“ mehr Beachtung schenken. Das macht das Feld der Möglichkeiten um einiges weiter. Du bist nicht auf den einen Beruf festgenagelt und kannst trotzdem deinem Ruf folgen. In Form von mehreren Jobs oder angestellt und freiberuflich, Hobbys, Freizeit oder freiwilligem Engagement.

Der Beruf ist mehr als das, womit wir Geld verdienen, er darf Spaß machen, der Volltreffer ist, wenn er uns erfüllt.

Löse dich aus dem Klammergriff der  Berufung. Lass dich von diesem großen Begriff nicht in die Knie zwingen und folge immer mehr dem, was sich anfühlt, als wärst das ganz du, der Weg wird mit jedem Meter klarer und leichter. Also lauf los, immer mehr in die Richtung zu uns selbst.Du bist nicht deine Arbeit. Du bist so viel mehr und du hast dein einzigartiges Leben verdient, was dich zu dem Menschen macht, der du sein möchtest, du weißt ja

die Welt braucht deine leise Power 🦋

 

 

 

PS:  Regelmäßige Inspirationen zum Thema Potenzialentfaltung und berufliche Neuorientierung gibts in meiner Entfalterpost monatlich  per Newsletter in dein Postfach. Inspirierenden Austausch mit Gleichgesinnten bekommst du in unserer Facebookgruppe.

 

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