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Welches Gefühl steigt in dir auf, wenn dich jemand fragt:

Was machst du eigentlich beruflich?

Antwortest du kurz und knapp? Oder umschreibst du von hinten durch die Brust ins Auge, womit du gern beschäftigt wärst, wenn da nicht der Job ist, in dem du gerade steckst.

Deine Augen strahlen und du fängst freudig an, von deinem Beruf und deinen Kollegen zu erzählen? Prima, dann ist jetzt der Zeitpunkt, um aus diesem Artikel auszusteigen. Du brauchst nicht weiterlesen.

Es ist kompliziert!

Fängt allerdings dein Bauch an zu grummeln, wenn du davon erzählst, was du tust. Oder hältst du es wie manche mit ihrem Beziehungsstatus: es ist kompliziert?

Mach es dir gemütlich. Den Artikel habe ich für dich geschrieben.

Allem voran die Nachricht: (Ich bin mir nicht so sicher, ob es eher eine gute oder eine schlechte ist):

Du bist nicht allein!

Diesen Druck kannst du dir schon einmal nehmen, du bist nicht die einzige, der es so geht. Mal so nebenbei, die Hälfte der Arbeitnehmer ist unzufrieden im Job.

Eigentlich verwunderlich: wenn so viele unzufrieden im Job sind, warum ändern sie es nicht einfach? Weil einfach eben nicht einfach einfach ist. Sicherheitsdenken, Loyalität, Trägheit… Der Gründe mag es viele geben, manchmal prokrastinieren wir einfach nur so vor uns hin, um nicht losgehen zu müssen. Oft ist es wohl die Macht der Gewohnheit. Was lange funktioniert, wird schon stimmen. Was viele machen, kann so verkehrt nicht sein, also rein ins Hamsterrad.

Deine Lebensarbeitsstunden – kleines Rechenbeispiel

Mal angenommen du arbeitest 40-Stunden in der Woche, das sind im Jahr ca. 2.000 Stunden. Summa Summarum macht das für ein ganzes Arbeitsleben etwa 80.000 Arbeitsstunden.

Eine ganz beachtliche Zahl oder?

Wie würdest du nun dein grundlegendes Gefühl beschreiben, dass du meistens in deinem Job hast? Wenn du diesen Artikel liest, gehe ich mal davon aus, dass es nicht hauptsächlich positiv ist. Jetzt multipliziere dieses Gefühl mit 80.000 Stunden deines Lebens. In Worten:

A-C-H-T-Z-I-G-T-A-U-S-E-N-D

Vielleicht verbringst du einen Großteil dieser Stunden mit Menschen, die nicht wirklich „deine Kragenweite“ sind und mit Dingen, die nicht wirklich zu dir passen. Ich hoffe, du kommst deiner Unzufriedenheit mit den folgenden Gründen auf die Spur.

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Die häufigsten Gründe, warum Menschen unzufrieden im Job sind:

# 1 die Sinnfrage

Deine Arbeit macht keinen Sinn für dich. Das kann direkt deine Aufgaben betreffen oder aber auch das, wofür die Firma steht. Wir alle wollen tief in uns wissen, wofür wir da sind. Und die meisten von uns möchten einen positiven Unterschied machen.

# 2 zu viel Arbeit

Die Realität in den meisten Firmen ist nun mal: mehr tun mit weniger Leuten für mehr Kohle.

# 3 zu wenig Zeit

Die Deadlines werden immer kürzer. Zeit ist Geld und die Uhr tickt.

# 4  die Menschen drumrum

Es ist bewiesen, wie wichtig die 5 Menschen in unserem Umfeld sind, mit denen wir die meiste Zeit verbringen. Beim großen Anteil der Arbeitszeit spielen die Kollegen da auch eine entscheidende Rolle. Und sicherlich auch die Kunden, mit denen wir tagtäglich zu tun haben.

# 5 mangelndes Interesse

Der Bereich mit dem deine Firma zu tun hat interessiert dich nicht wirklich. Mal angenommen du bist Sekretärin in einer Schraubenfabrik, du interessierst dich aber brennend für Süßwasserfische. Die Arbeit im Büro mag eine ähnliche sein, das Thema ist aber ein völlig anderes.

# 6 die Werte passen nicht

In meiner kleinen Werte -Serie schreibe ich immer wieder darüber, wie wichtig es ist, sich mit seinen eigenen Werten zu beschäftigen und sie auf dem Schirm zu haben. Genauso wichtig sind im Job natürlich die Firmenwerte. Wie tritt die Firma nach Außen auf und wie geht sie mit ihren Mitarbeitern um? Passen die Werte der Firma und deine eigenen nicht in wichtigen Punkten überein, läufts nicht rund.

# 7 keine Entscheidungsfreiheit

Immer nur Ausführender oder Befehlsempfänger zu sein führt unweigerlich zum Dienst nach Vorschrift. Abarbeiten statt einbringen. Wer seinen Kopf nicht zum Mitdenken benutzen darf, stumpft irgendwann ab.

# 8 Selbstverwirklichung

Im Grunde ist es doch das, wonach wir alle streben: uns selbst verwirklichen. Die meisten können das in ihrem Job leider nicht. Kennst du den IMAGO-Prozess der Schmetterlinge? Sie stehen für Entfaltung in Perfektion und Selbstverwirklichung auf leise Weise.

# 9 Anerkennung

In vielen Fällen gilt der Grundsatz: nicht getadelt ist genug gelobt. Gut, fühlt sich anders an.

Gerade Introvertierte funktionieren in ihrem Beruf gut für andere, für ihren Chef und für die Kollegen. Sind immer Ansprechpartner (weil sie gut zuhören können und so lösungsorientiert sind). Und sie verrichten ihre Arbeit ohne großes Blabla. Sie stellen ihre Arbeit nicht zur Schau und der Chef kriegts gar nicht mit.

# 10 Wachstum

Leben ist Weiterentwicklung und Wachstum. Wenn wir keine Möglichkeit dazu haben, gehen wir früher oder später ein wie die bekannte Primel.

# 11 zeitliche Abhängigkeit

Wo sind die meisten unglücklichen Menschen anzutreffen? Montag früh 8.00 Uhr in einem beliebigen Büro. Es arbeitet sich definitiv besser im eigenen Biorhythmus, vielleicht sieht deine Welt Montag um 10.00 schon ganz anders aus.

Weiteres Beispiel: kein Tag wird so gefeiert wie der Freitag und die Countdowns gehen schon am Mittwoch los.

# 12  örtliche Abhängigkeit

5 Tage die Woche eine Stunde pendeln um zu Arbeit zu kommen? Warum dann nicht mehr von zu Hause arbeiten?  Vielleicht bist du wegen des Jobs auch viel unterwegs oder musstest sogar umziehen und siehst deine Familie nur am Wochenende. Und natürlich der Klassiker, du würdest gern von der Hängematte aus arbeiten mit Blick auf den Traumstrand ?

# 13 Worklifebalance in Schieflage

Wenn Beruf und Leben einfach nicht zusammenpassen. Frischluftfanatiker und Bewegungsjunkies sind im Büro schlecht aufgehoben. Wenn die Familie am allerwichtigsten ist, dann passt ein Job, in dem man viel reisen muss eher weniger.

# 14 Stärken kommen nicht zum Zuge

In unserer Zeit werden wir mehr mit unseren Schwächen konfrontiert, als das unsere Stärken gefördert werden. Introvertierte hören oft, sie sollen „aus sich rauskommen“. Blöd, das genau das nicht zu ihren Stärken gehört. Zuhören aber, in komplexen Sachverhalten denken, lösungsorientiert arbeiten, ihre Kreativität und Zuverlässigkeit werden verschenkt, wenn sie unerkannt bleiben.

Die eigenen Stärken zu stärken ist extrem wichtig für unseren Selbstwert. Wir alle fühlen uns so viel besser, wenn wir etwas tun, was wir gut können als uns mit etwas durchzuwurschteln, was unglaublich viel Mühe und Energie kostet. Mit unseren Stärken können wir glänzen.

# 15 zu wenig Geld

Dieser Punkt spricht für sich.

# 16 Einsamkeit

Mit den falschen Menschen zusammenarbeiten ist nicht schön, allein manchmal auch nicht. Das kann Freiberufler, meist Solopreneure, betreffen aber auch Angestellte, die aus welchen Gründen auch immer als Einzelkämpfer unterwegs sind und dies nicht wollen.

Manchmal machen auch zwischenmenschliche Differenzen einsam oder eine viel zu hohe Arbeitslast. Denn wer den Kopf nicht mehr aus dem Berg voll Arbeit heben kann, kommt gar nicht zum Kontakt mit seinen Kollegen.

# 17 Laaaangweilig

Thema Boreout, das Gegenstück zum Burnout. Schlicht „lange Weile“, kann ganz schön nerven. Auch nix tun macht müde.

# 18 schlecht für die Gesundheit

Es gibt leider immer noch Arbeiten, die für unsere Gesundheit nicht sehr förderlich sind, weil mit  gesundheitsschädlichen Substanzen hantiert wird. Doch es muss gar nicht so extrem sein, auch dauerhaft schlechte Haltungen oder Überlastungen tun nicht gut.

Du hast noch weitere Punkte, die in meiner Auflistung fehlen? Prima, dann freu ich mich über deine Nachricht oder einen Kommentar von dir.

Wie du deine Unzufriedenheit nutzen kannst

Ist ja super, jetzt weiß ich was die Gründe sind und was bringt mir das jetzt?

Verrate ich dir gern:

Wenn wir nicht wissen, wo wir hinwollen, wissen wir ganz sicher, was wir nicht mehr wollen. So naheliegend und doch so weit weg. Frage dich also:„Was will ich nicht mehr?“

Du kannst die Punkte oben als Inspiration nutzen, doch vielleicht sind es bei dir auch ganz andere Punkte. (Falls das so ist, schreibe sie gern in die Kommentare.) Lege dir 3 Spalten an und schreibe als erstes alle Punkte, die dich nerven und mit denen du unzufrieden bist in die linke Spalte.

In der zweiten Spalte formulierst du das ins Positive um. Und in die letzte Spalte trägst du ein, welcher Schritt sich daraus ergibt. Also ungefähr so:

Ich hasse Zahlen Ich schreibe gerne. In Kundenbetreuung wechseln.
Tag ein Tag aus das Gleiche Ich brauche Abwechslung. Ich lerne jetzt endlich trommeln, das will ich schon so lange. 
Ich habe das Gefühl, ich mach nix anderes mehr als arbeiten und schlafen.  Ich möchte mehr Freizeit haben.  Ich plane Auszeiten in meinem Kalender und lese jeden Monat ein Buch. 

Mit dieser Methode kannst du das, was dir gerade nicht passt greifbar machen. Unserer oft eher diffusen Unzufriedenheit gehen wir erst gar nicht nach. Macht ja auch kein Spaß. Ändert aber auch leider nix am momentanen Zustand.

Wie kannst du jetzt deine Situation verbessern?

Ist es nicht eine unglaubliche Verschwendung, so viel deiner kostbaren Zeit in etwas zu investieren, dass dir nicht gut tut?

Wir leben schließlich in einer Zeit, in der wir nicht mehr gezwungen sind, genau die Arbeit zu tun, die uns krank macht oder uns die Energie raubt.

Wenn du also weißt, was du nicht willst, kannst du daraus ableiten, was du stattdessen willst und deinen ersten Schritt planen. Weitere Ideen werden folgen, sobald du dich auf den Weg gemacht hast. Und es ist wichtig, dass du dich auf den Weg machst, denn

dein Leben ist zu kurz, um Zeit mit Dingen zu verbringen, die nicht zu dir passen.

Ist es Arbeit? Ja! Doch stell dir die Situation in 5 oder 10 Jahren vor, wenn sich nix ändert. Wenn du nix änderst.  Und jetzt stell dir vor, du machst etwas, was dich erfüllt, was dir Spaß macht, etwas, dass für dich Sinn macht. Das muss nicht ausschließlich der Job sein.

Manchmal bringt es eine gelungene Kombi aus Beruf und Freizeit, die genau wie für dich gemacht ist. Finde es heraus.

Unglücklich im Job?

Wie du herausfindest, was du wirklich willst, erfährst du im kostenlosen Ebook.

 

Mach dich auf deinen ganz eigenen Weg. Du musst keine großen Sprünge machen.

Nur klitzekleine Schritte.

Jeden Tag.

Viel Spaß beim Losgehen, denn du weißt ja

die Welt braucht deine leise Power ?

 

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