April 22

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Was kann ich gut? 6 Möglichkeiten, die eigenen Talente zu entdecken.

Die meisten Menschen, die sich mit der beruflichen Neuorientierung befassen, orientieren sich zuallererst an dem, was sie bisher im Job gemacht haben. Das sind die Dinge, in denen wir die meiste Erfahrung haben. Oft ist es aber auch genau das, was wir nicht mehr machen wollen. 

Wenn du gerade an dem Punkt, an dem du dich (wieder einmal) fragst, wie du aus deinem beruflichen Trott rauskommst, denkst du wahrscheinlich darüber nach, etwas anderes zu machen, oder?

Was du kannst, mag für ein Bewerbungsgespräch wichtig sein, doch da bist du ja noch nicht. Erst einmal geht es doch darum, herauszufinden, was dich so richtig begeistert.

Erfahrungsgemäß sind das oft die Dinge, die uns in die Wiege gelegt wurden, über die wir gar nicht wirklich nachdenken. Wir tun sie einfach. Genau aus dem Grund ist uns das selbst oft gar nicht wirklich bewusst, was da in uns schlummert.

Grübelst du, ob jetzt eine Neuorientierung ansteht? Wenn du unzufrieden bist mit dem, was du tust, stehst du ganz sicher auch vor folgenden Fragen:

Was will ich eigentlich machen?

Was wollte ich denn schon immer tun? 

Was fällt mir leicht?

Gute Frage. Nächste Frage?

Obwohl es paradox erscheint, doch es ist gar nicht so leicht, sich diese Frage zu beantworten. Das, womit wir uns in Kindheitstagen beschäftigt haben, liegt oft von Erziehung, Alltag und allen möglichen anderen Gründen mehr oder weniger tief in uns vergraben.

Manchmal müssen wir, um klar zu sehen mehr aufmachen, als unsere Augen.

Wir schlummern quasi auf einer Goldmine, ohne es wirklich zu wissen. Wir ahnen es vielleicht, das ist die Sehnsucht in uns. Die Frage nach dem Sinn, die immer wiederkehrt. Ein Schatz offenbart sich uns nicht einfach so. Wir müssen uns auf eine Art Schatzsuche begeben. Auf eine Abenteuerreise zu uns selbst. Eine Möglichkeit zu reisen ist dem eigenen Warum zu folgen. Warum bin ich hier, was kann ich in die Welt bringen?

Welche Talente habe ich? Eine Abenteuerreise zu dir selbst.

Wir denken über das, was wir besonders gut können gar nicht nach. Wir machen es einfach.

Genau das ist der Punkt. Unsere Gaben, die vor allem andere so an uns mögen, „machen“ wir nicht, sondern besitzen sie einfach. Das sind Geschenke, die wir „on top“ bekommen.

An sich eine gute Sache. Der Nachteil ist,  sie sind so selbstverständlich für uns, dass wir sie gar nicht auf dem Schirm haben. Der berühmte Wald vor den Bäumen oder das Brett vor dem Kopf, liegt wie immer am Betrachter ;-).

Nur weil es uns leicht fällt heißt es nicht, dass unser Talent nichts wert ist.

Wir sehen sie gar nicht als Geschenk an, weil es so normal ist. Nicht beachtenswert und schon gar nicht so relevant, als dass es etwas Besonderes sein könnte.

Talente sind meist für andere offensichtlich und für uns so alltäglich wie banal.

Mit unseren Gaben ist es wie mit den berühmten Bäumen im Wald

Wir sehen den Wald vor Bäumen nicht. Unsere Gaben sind uns so nah, dass wir sie nicht entdecken können.

Talente sind das, was wir einfach „mitbekommen“ haben. Tätigkeiten, die uns mühelos von der Hand gehen, die für uns das leichteste der Welt sind. Deswegen bewerten wir diese Sachen nicht besonders hoch, denn was wir als so banal betrachten, kann so wertvoll ja nicht sein.

6 Wege zu deinen Talenten

Das dem nicht so ist,  muss einem ja erst mal einer verklickern.

Wir übersehen das Naheliegendste oft und wissen nicht, was uns so besonders, einzigartig und liebenswert macht. Damit es so richtig spannend bleibt, bekommen die größten Schätze die besten Verstecke.

Wir können zwar Vieles, aber nichts richtig gut.

Die meisten von uns haben nicht nur eine stark ausgeprägte und augenscheinliche Begabung, sondern mehrere – oft auch schlummernde – Talente. In der Praxis höre ich dann oft so etwas wie „Ich kann zwar dies und das und jenes, aber irgendwie nichts so richtig“. Was hier übersehen wird, ist, dass es genau dieser Mix an Stärken und Talenten ist, der das Besondere ergibt.

Um diesen persönlichen Mix zu entfalten und einzubringen, muss dieses Potenzial natürlich erst einmal wahrgenommen und anerkannt werden. Gleichzeitig darf die Suche nach dem Anderem, etwas Besseren, Perfekten oder nach dem Mehr eingestellt werden.

Unbewusste Stärken und Talente

Manche unserer Stärken und Talente müssen richtig tief ausgegraben werden. Das erfordert einiges an Reflexion, Feedback von außen und Lebenserfahrung, um da ranzukommen und hat damit zu tun, dass sich die

Stärken oft hinter den Schwächen verstecken

An manchen Schwächen knabbern wir jahrelang, weil uns immer eingeredet wurde, dass das "nicht normal ist". Wir sind davon ausgegangen, dass die Dinge, mit denen wir anecken, automatisch Schwächen wären. Bis wir eines Tages entweder selbst erkennen oder von anderen gesagt bekommen:

Das machst oder kannst du echt großartig.

Und der vermeintliche Fehler entpuppt sich als enormes Potenzial.

Ich habe jahrelang gehört, dass ich zu still bin und dass ich doch mehr aus mir herauskommen soll, bis ich in einem anderen Umfeld war und dort zurückgemeldet bekam, dass ich eine wunderbare Zuhörerin bin und dass diese Gabe heute selten anzutreffen ist. Da wurde mir das erst einmal bewusst, was das für ein Geschenk ist.

Das ist doch nichts Besonderes

Es ist ein Phänomen, dass wir annehmen, dass alles, was uns leicht von der Hand geht, nichts Besonderes sei. Um bei meinem Beispiel zu bleiben: Als ich irgendwann erkannte, dass gut Zuhören können eine Gabe ist, hatte ich das nächste Problem. Ich dachte, Zuhören sei nichts Besonderes. Kann doch jeder. Was ist schon Zuhören? Ich brauchte viele Rückmeldungen und Versicherungen, bis ich verinnerlicht hatte: Aufmerksames und aktives Zuhören ist nicht nur kein Fehler, sondern (m)eine Stärke.

Wie du deine Talente findest:

1. Wobei vergisst du die Zeit?

Passiert es dir manchmal, dass du in einer Tätigkeit so aufgehst, dass du völlig die Zeit vergisst? Du bist in einem flowartigen Zustand und ganz bei dir. Das kann beim Buddeln in der Erde sein, beim Streichen der Wände, beim Schreiben, Boulettchen rollen oder Stadt erkunden.

Talentprofiling

Der Onlinekurs, bei dem es nur um dich und deine Stärken & Talente geht. 

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2. Was hat dir schon als Kind Freude gemacht?

Talente werden uns quasi in die Wiege gelegt und zeigen sich meist sehr früh. Wir fangen einfach an, auf Töpfen rumzuhämmern, wenn wir musikalisch sind oder zeichnen, sobald wir einen Stift halten können. Vielleicht warst du als Kind auch eher als Bob der Baumeister unterwegs, hast getanzt oder dich für Sprachen begeistert.

Was hast du als Kind gemacht, wenn du tun konntest, was du wolltest?

Falls du dich so gar nicht erinnerst, schau einfach mal Kinderfotos an oder frage bei deinen Eltern nach, wovon sie dich regelmäßig losreißen mussten. Und wo wir schon einmal dabei sind…

3. Was schätzen deine Freunde an dir?

Hast du eigentlich eine Ahnung davon, was deine Freunde an dir schätzen? Warum sie gern Zeit mit dir verbringen und wofür sie dich lieben?

Frag einfach mal nach und:
  • du lernst unglaublich viel über dich selbst und erfährst Dinge über dich, die du vielleicht gar nicht so sehr auf dem Schirm hattest.
  • du lernst ebenfalls viel über deine Freunde, denn jetzt weißt du, WAS genau sie schätzen und du hast jetzt einen Plan, womit du sie unterstützen und erfreuen kannst
  • du übst, dir wohlgesonnene Menschen um etwas zu bitten (zumindest bei mir ein ausbaufähiger Punkt)
  • das Verhältnis untereinander wird durch diese Art von Austausch um einiges tiefer
  • du kannst dieses Geschenk gern zurückgeben

Glaube mir, du wirst überrascht sein, was andere an dir gut finden.

6 Wege deine Talente zu entdecken

4. Wozu fragen dich andere um Rat?

Erzählen dir andere oft von ihren Sorgen und Nöten? Dann bist du vermutlich ein guter Zuhörer. Päppelst du immer wieder die halbvertrockneten Zimmerpflanzen deiner Freunde wieder auf, hast du aller Wahrscheinlichkeit nach einen grünen Daumen. Wirst du immer wieder gebeten, statt Geburtstagsgeschenken eine Torte mitzubringen, bist du aller Wahrscheinlichkeit nach ein super Tortenbäcker.

Eine gute Möglichkeit herauszufinden, was deine Gabe ist: Denke doch mal darüber nach, womit deine Freunde dich immer wieder beauftragen oder in welchem Bereich sie dich immer wieder um Rat fragen?

5. Wobei wirst du ganz hibbelig?

In welchen Situationen fängst du an ungeduldig zu werden und nervös mit den Fingern auf dem Tisch rumzutrommeln? Und das einzig und allein, weil andere nicht so firm in dieser Sache sind und sie ihnen deswegen nicht so leicht von der Hand geht wie dir?

Sehr wahrscheinlich bist du ein Meister dieses Faches und es fällt dir schwer ansehen zu müssen, wie andere sich da durchkämpfen.

6. Welche Situationen hast du schon gemeistert?

Sicherlich gab es auch bei dir Zeiten, die nicht so rosig waren. Was waren die Situationen, in denen du dachtest, du schaffst das nicht und doch bist du da durchgekommen. Wie hast du das gemacht? Welche Stärke hast du daraus mitgenommen?

Welches Problem hat dich an deine Grenzen geführt und wie hast du diese überwunden? Auf welche Fähigkeiten konntest du dabei zurückgreifen?


Talentprofiling


Im Onlinekurs erkennst du, was du wirklich gut kannst und wie bzw. wo du es bestmöglich einsetzt.


Wir sind viel besser mit dem, was uns Freude macht.

Wen wundert noch, dass Menschen zufriedener arbeiten, wenn sie tun,  was sie am besten können. Was eher überrascht ist, dass so viele Menschen weit davon entfernt sind, dies zu tun und auch die Firmen nicht wirklich daran interessiert scheinen.

Wobei gerade in den Dingen, bei denen wir Spaß haben auch unsere Kompetenzen höher sind. Wir machen etwas gern, machen es gut und bekommen dafür unter dem Strich auch noch Erfolgserlebnisse, die uns glücklich machen. Woraufhin wir natürlich noch besser arbeiten. WInWinWinWinWin….

Was fängst du mit deinen Talenten an?

Sehr oft kommt an dieser Stelle das Argument: mit dem, was mir Spaß macht, kann ich kein Geld verdienen! Zwei Dinge dazu.

Erstens ist das meist mehr Schutzbehauptung als Einwand, denn sich wirklich damit auseinanderzusetzen, einen langgehegten Traum umzusetzen kann ganz schön Angst machen. Und zweitens ja, manches lässt sich nicht (mehr) als Hauptberuf umsetzen.

Wer schon immer Pilot werden wollte, kann damit schlecht Mitte Vierzig starten. Aber einen Segelflugschein machen ist immer noch drin. Auch eine Profiballerina wird man in diesem Alter ganz sicher nicht mehr und trotzdem kann man Kindern Ballettunterricht geben oder im Verein tanzen.

Es geht nicht immer darum, mit seinem Talent Geld zu verdienen. Eine Möglichkeit wäre, dass du mit deinem Brotjob das Geld verdienst, damit du hobbymäßig deine Talente ausleben kannst. Doch bevor du dich darum kümmerst, was du mit deiner Gabe anfängst, solltest du dich erstmal der Frage stellen:

Welche Talente habe ich?

Deine Talente sind ein wichtiges Puzzleteil deiner Potenziale und diese wiederum absolut entscheidend für deine Berufung. Du wirst sowieso immer wieder über sie stolpern, da kannst du ihnen eigentlich auch folgen, oder?

Packe deine Geschenke aus, lass sie nicht ungenutzt.

Es hat einen Grund, warum du diese Gaben hast. Frohes Entdecken wünsche ich und vergiss nicht

die Welt braucht deine leise Power 🦋

PS:  Regelmäßige Inspirationen zum Thema Potenzialentfaltung und berufliche Neuorientierung gibts in meiner Entfalterpost monatlich per Newsletter in dein Postfach. 

Pinnen für später:

6 Wege deine Talente zu entdecken



Darfs noch einer mehr sein? 😉

Warum gerade herausfordernde Zeiten dich zu dem Leben führen können, dass du führen möchtest (+ 7 Wegweiser-Fragen).
  • Liebe Susan,

    Danke. Du sprichst mir aus der Seele. Ich kenne die Steine, das mit der Größe, das mit der Angst. Und nun steh ich da mit meinen „vollen Hosen“.
    Quäle mich auf Arbeitssuche aber alles ist zu eng. Ich habe immer das Gefühl ich kann mehr als gesucht wird. Aber ich will mich nicht mehr hinter einer Maske verstecken. Was mir dabei auch schwer fällt ist meine positive Grundeinstellung zu bewahren sowie mein seelisches Gleichgewicht, wenn wieder eine Absage oder ein verkorkstes Vorstellungsgespräch hinter mir liegen. Aber das wird schon. Ich bin auf dem Weg. 😉
    Die besten Wünsche von der Katja

    • Liebe Katja,
      herzlichen Dank für deine Rückmeldung. Was du als Enge beschreibst, ist vielleicht ein Hinweis darauf, was es nicht ist. Hast du eine Idee, was dir das Gefühl von mehr Weite verschaffen könnte? Vielleicht geht es in eine völlig neue Richtung, in die du bisher nicht gedacht hast. Bleib dabei, lass dich bitte, bitte nicht entmutigen. Wenn du Unterstützung brauchst, schick mir gern eine Mail.
      Alles Liebe für dich
      Susan

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