Juni 28

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Muss ein guter Job glücklich machen?

Gerade eben fiel im Gespräch der Satz: Mein Job macht mich echt unglücklich, doch ich weiß nicht, was ich dagegen machen soll.

Das ist sehr schade, denke ich, sage es auch und denke laut weiter:  "Ist es wirklich der Job, der dich unglücklich macht und kann der das überhaupt?"

Stille.

Während ich kurz am "was ich dagegen machen soll" hängenbleibe, türmt sich in meinem Kopf die Frage auf:

"Muss ein guter Job glücklich machen?"

Achselzucken auf der anderen Seite.

Ich sprechdenke weiter: Was machen wir denn, wenn wir den Job "schuldig" sprechen, ihn als den "Feind" betrachten und uns ihm dann trotzdem Tag für Tag vor die Füße werfen?

Ist das nicht selbstzerstörerisch?

Damit erzählen wir uns selbst, dass wir nichts ändern können, denn

wem wir die Schuld geben, dem geben wir die Macht.

Dieser Satz tut so weh, wie er wahr ist.

Das hieße, dass derjenige, dem wir die Schuld aufbürden, unser Problem für uns lösen könnte, was natürlich nicht stimmt. Wenn in meinen Augen mein Chef schuld daran ist, dass mir die Arbeit nicht schmeckt, hieße das ja, ich kann nur glücklich werden, wenn mein Chef sich ändert.

Funktioniert so natürlich nicht und doch handeln wir tagtäglich nach diesem Muster.

Klar ist, der Job ist nicht per se gut oder schlecht und auch nicht dazu da, um glücklich zu machen, sondern:

  • um Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen,
  • etwas beizutragen oder zu erschaffen und wenn es ganz gut läuft,
  • den eigenen Lebenssinn zu verwirklichen und die eigenen Potenziale in die Welt zu bringen.

Glücklich machen steht nicht auf der Liste. Wie kommt es dazu, dass wir beides auf diese Weise miteinander verknüpfen?

Weil das unsere Standardvorgehensweise ist, die wir nicht nur in Sachen Job so praktizieren.

Wir haben ein Problem, etwas, was sich nicht gut anfühlt und schnell haben wir einen Schuldigen parat. Das Wetter, das Alter, die Eltern, die Kinder, das Geld.... Wir schieben die Verantwortung dafür von uns weg nach Außen. Unser Verstand (aka Ego) sucht zuerst dort, weil das einfach weniger weh tut und außerdem keine Arbeit macht. Denn, wie oben schon erwähnt, wer die Schuld hat, hat die Macht. Nur der, der die Macht hat, kann auch etwas tun.

Die Macht haben heißt: Machen können❣️

Aber da gibt es auch noch....

die Menschen (und ich gehöre dazu), die die Schuld zuallererst und viel zu häufig bei sich suchen. Die Herausforderung dabei ist, dass das Ego anklagt, aber nur genauso mäßig umsetzt wie die Außenwelt, denn es will keine Veränderung.  Soll heißen, "eigentlich" haben wir es selbst in der Hand. "Uneigentlich" ist unser Verstand (aka Hüter der Komfortzone) nun mal ziemlich rigoros gegen Veränderung. Füße hoch und aussitzen ist da eher die Devise. Ist doch auch alles gar nicht soo schlimm.

Unser wahres Ich aber hat die Sehnsucht nach etwas anderem und das Gefühl unglücklich zu sein ist lediglich das Symptom dieser unerfüllten Suche.

Der innere Kampf beginnt.

Und das sieht nicht nur auf den ersten Blick anstrengend aus, das ist es oft auch. Doch was wäre die Alternative?

muss ein guter job glücklich machen

 

Nichts tun heißt, alles bleibt beim Alten.

Zuallererst möchte ich jedoch das Wort Schuld aus dieser Rechnung nehmen und es mit Verantwortung austauschen. Jeder von uns ist für das verantwortlich, wie er sich fühlt. Egal was geschieht, die Kontrolle darüber, wie wir uns fühlen haben ganz allein wir.

Es gibt da keinen Schalter, den es einfach nur umzulegen gilt, es ist vielmehr ein Knopf zum Dimmen, ein Regler, der sich immer einfach bedienen läßt, je mehr Übung wir damit haben.

Ein guter Punkt, um anzufangen ist das Hinterfragen. Mit WARUM zum Beispiel. Auch wenn dein jetziger Job suboptimal zu sein scheint, du hast dich aus irgendeinem Grund dafür entschieden.

Welcher war das damals und welcher ist es heute?

Welchen Sinn gibst du deinem Job?

Der Welt dienen, etwas verändern (oder was auch immer du dir vorgenommen hast) kannst du in jedem Job, ganz egal, WAS du machst.

Liegt dein Sinn darin, Menschen das Leben leichter zu machen, kannst du das auf vielfältige Weise tun, in einem Callcenter genauso wie als Krankenschwester, Taxifahrer oder als Diätassistentin.

Wenn dein Grund ist, mit deinem Job das Geld für dein Hobby zu verdienen, das deine Leidenschaft ist, dann ist das dein Sinn. Solltest es dir gerade schwer fallen, deinen Job zu ertragen, dann werde dir bewusst, warum du es tust.

Du musst deine Firma nicht verlassen, um deinen Sinn und Zweck zu finden.

Du kannst es natürlich dennoch tun, doch das ist eben nicht der ausschlaggebende Punkt.

Sei dort, wo du bist fabelhaft, auch wenn es nicht der beste Job ist. Wenn du dein Bestes gibst, wird dir der Job leichter von der Hand gehen.

Deine Arbeit macht genau den Sinn, den du ihr gibst.

Suche den Sinn, den Grund, warum du genau in diesem Job gelandet bist. Nutze das, was du dort mitbekommst zum Wachsen, um stärker wieder rausgehen und alles mitnehmen zu können, was du lernen kannst. Sieh das als Vorbereitung auf das, was da noch kommt.

Es geht nicht so sehr darum, WAS du machst, sondern WER du bist, während du es tust.

Wenn du denkst, du müsstest etwas anderes tun oder dass das eine wichtiger wäre, als das andere, bewertest du die Tätigkeiten. Aber der Sinn und Zweck hat mit deinem Seinszustand zu tun, nicht mit, was du tust. Wenn du deinem Sinn und Zweck dienst, interagierst du mit anderen Menschen so, dass sie sich besser fühlen nach einem Treffen mit dir oder aber, dass du ein Problem gelöst hast, was sie zuvor hatten.

muss ein guter job glücklich machen

Wenn du deinen Job, aus welchem Grund auch immer, gerade nicht verlassen kannst, verschwende deine Energie nicht damit, dich darüber zu beklagen, sondern mach das Beste aus dem, was gerade da ist. Suche die Perle, die da schlummert. Und letztendlich erschließt sich immer erst hinterher, wozu etwas gut war. Sei gewiss, du wirst daraus etwas ziehen, was du später gebrauchen kannst.

Es macht wenig Sinn, einfach irgendwo anders hinzugehen und vom Regen in die Traufe zu kommen. Es gibt nichts weiter zu tun, als in diesem Moment zu sein und das Beste daraus zu machen, ganz gleich, WO wir sind.

Wenn du dich dem hingibst, wo du gerade bist und es durch dich durchströmen lässt, wahrnimmst und schaust, was das mit dir macht,  wirst du geführt und du bekommst Ideen und Eingebungen. Synchronizitäten zeigen sich, die dich in die richtige Richtung lenken.

Du bekommst die Energie heraus, die du hineingibst.

Wenn du anfängst, anders zu interagieren, wirst du andere Dinge anziehen. Situationen und Menschen beispielsweise, die hilfreich für dich sind. Du musst mir nicht glauben. Lass es doch einfach mal auf einen Versuch ankommen.  Stell dir vor, wir alle sind hier zu dieser Zeit an diesem Ort zusammengekommen, weil wir wichtig sind füreinander. Wenn wir nun tun, wofür wir da sind und lernen, was zu lernen ist, können wir weiterziehen.

Das, was uns am meisten quält und was Situationen die Schwere verleiht ist die Gegenwehr.

Wird das Kämpfen aufgegeben, wird es leichter und es werden sich Türen auftun, wo vorher keine waren. Du kannst in Frieden gehen, wenn du an einem Platz bist, an den du nicht (mehr) gehörst.

Wenn ich eine freundlichere Welt will, muss ich als erste lächeln. Das Spiegelbild kann nicht anfangen. Doch wenn ich es tue und lächle, kann der Spiegel nicht anders, als zurückzulächeln. Das Spiegelbild Realität hat keine Entscheidungsfreiheit. Ich schon


Den spirituellen Weg zu gehen bedeutet, dass was uns unterwegs begegnet und triggert nicht zu werten oder zu reparieren, sondern zu transformieren.  Es geht darum, tiefer hineinzugehen, in eine tiefere Konversation mit unserem Ich. Indem wir das tun, transformieren wir uns.

Es gibt eine Macht, die Eichelsamen zu Eichen werden und Planeten um die Sonne kreisen lässt, ohne deine Hilfe. Diese Macht arbeitet durch uns. Und so wie sie Eichelsamen zu Eichen werden lässt, so ist die Blaupause in dir, alles zu werden, was in dir angelegt ist.

Wozu du zu werden bestimmt bist.

Plötzlich wache ich auf und erkenne, wer ich wirklich bin.

... und lebe als die, die ich wirklich bin. Wenn ich lebe, was ich bin, stimmt auch mein Leben. Darum muss ich mich nicht kümmern, das Leben ist ein Spiegelbild meines inneren Seins. Mein Ego versucht immer das Außen, die Realität zu ändern, doch ich kann mein Spiegelbild nicht ändern, ich muss den ändern, der davor steht und reinschaut.

Es ist nicht der Job, der mich glücklich macht. Es ist meine Entscheidung.

Die Realität ist nur eine Wirkung, um die muss ich mich nicht kümmern. Stattdessen schaue ich in den Spiegel meiner Lebensumstände und erkenne, wo noch etwas zu tun ist, um die zu sein, die ich wirklich bin und sein möchte.

Wenn ich eine freundlichere Welt will, muss ich als erste lächeln.

Das Spiegelbild kann nicht anfangen. Doch wenn ich es tue und lächle, kann der Spiegel nicht anders, als zurückzulächeln. Das Spiegelbild Realität hat keine Entscheidungsfreiheit. Ich schon

muss ein guter job glücklich machen

 

Zurück zur Frage:

Muss ein guter Job glücklich machen?

Nein, muss er nicht, ist nicht sein Job .

Deine Aufgabe ist es, wach, präsent und vollkommen du zu sein, dann zieht das Spiegelbild - aka die Außenwelt - von ganz allein nach.

Bringst du dein Selbst in Ordnung, reguliert sich die (Arbeits-)Welt ebenfalls. Das ist alles, was zu tun ist.

Und nein, ich meine damit natürlich nicht, dass du einen cholerischen Chef ertragen musst und ihn oder die Situation aushalten. Wenn dir etwas nicht passt und du ein Gefühl von Unwohlsein spürst, dann schau hin: was kannst du JETZT ändern? Deine Einstellung dazu, dein Denken darüber oder kannst du es einfach mal ansprechen und äußern, was dir nicht gut tut oder eben auch etwas an der Situation ändern.

Nimm die Erfahrung mit, die du kriegen kannst und transformiere sie.

Du hast viele Möglichkeiten: Ich selbst habe es mehrfach auf eindrücklichste Weise erlebt. Eine sehr penetrante Chefin, die mich immer mit Fragen und Anforderungen drangsalierte, reagierte von einem Tag auf den anderen völlig anders, weil ich geschnackelt hatte, worum es wirklich ging.

In jedem Job gehts mal auf und ab, wie im Leben eben auch. Ein Job, eine Arbeit, eine Firma ist nicht dafür verantwortlich, ob du glücklich oder unglücklich bist. Darum musst du dich selbst kümmern.

Nimm wahr, was ist und schau, wie du es für dich und andere leichter machen kannst.

Diese Stellschraube ist die, die am nächsten und schnellsten umzusetzen ist und leider oft die, die als letztes in Betracht gezogen wird. Warte nicht darauf, dass dich dein Job glücklich macht, fang an, dich selbst glücklich zu machen, dann werden Dinge passieren, die du nicht erwartet hast.

Wir sind Sonnenstrahlen, die glauben getrennt zu sein.

Ein Sonnenstrahl kann sich nicht von anderen trennen, genauso wenig wie eine Welle im Meer von den anderen.  Wir sind ein Teil des großen Meeres, dass sich bewegt und wir uns mit ihm. Es bewegt sich, es bewegt mich, ich bewege mich, ich bewege es.

Bei allem, was wir tun (oder was wir nicht tun), erzeugt in der Außenwelt eine Gegenreaktion. Wir sind Teil des großen Ganzen und wenn wir etwas anderes wollen, müssen wir den ersten Schritt tun.  Es ist so wichtig, dass du deinen Platz einnimmst, denn

die Welt braucht deine leise Power 🦋

PS:  Regelmäßige Inspirationen zum Thema Potenzialentfaltung und berufliche Neuorientierung gibts in meiner Entfalterpost monatlich  per Newsletter in dein Postfach. 

Pinnen für später:

muss ein guter Job glücklich machen





Darfs noch einer mehr sein? 😉

  • Liebe Susan,
    ich bin da bei Dir. Es ist sicher nicht die Aufgabe des Jobs, ebenso wenig, wie es die Aufgabe eines Partners/ einer Partnerin ist, uns glücklich zu machen.. und selbst das Glück(-smoment) aus sich heraus ist auch keine Konstante. Ereignisse, Begebenheiten,Umstände und Menschen (Chefs, Kollegen, Kunden) triggern uns an und wir gehen in Resonanz; sie zeigen uns, wo wir noch Blockaden lösen dürfen. Somit können wir uns unter Umständen einer gewissen „Flow“-qualität annähern.
    Gerade bin ich wieder einmal in Irrungen und Wirrungen verstrickt, was meine eigentliche sinnhafte Tätigkeit ( die halt auch nicht immer die ultimative Beruf-ung sein muss oder kann) verstrickt…das beeinträchtigt sogar die Gesundheit…Also ist Veränderung angesagt- der Weg ist das Ziel; und der kann manchmal länger dauern als gedacht oder gewünscht 🙁
    ICH FREUE MICH, DURCH SUSAN EINE INSPIRIERENDE, WEITSICHTIGE ÜNTERSTÜTZERIN ZU HABEN. Gemeinsam aus dem herausfinden was ist, um die nächste Stufe der Leiter zu erreichen..
    DANKE FÜR DIE TOLLE UNTERSTÜTZUNG, DIE SO WERTVOLL IST ! Auch wenn es mal länger dauert

    • Oh wie schön, liebe Katharina, ganz herzlichen Dank. Es macht auch unheimlich Spaß, dich zu begleiten. 😍

      Bei Irrungen & Wirrungen hilft mir immer ganz gut die Frage: Wie könnte es leichter gehen oder wie könnte es auch funktionieren?

      Ja, das mit der Geduld ist so eine Sache, wenn man (wie in der heutigen Zeit) daran gewöhnt ist, dass alles immer und sofort verfügbar ist. Mit den Wünschen oder Wunschjobs klappt das leider noch nicht so ganz, aber wir üben fleißig weiter. 😅

      Liebe Grüße
      Susan 🦋

  • Ich bin ganz bei Susan. Ich brauche keinen Job, der mich nicht glücklich macht oder mir keinen Sinn gibt um zu überleben.
    Wenn es mir und meiner Seele nicht gut geht nützt mir alles überleben wollen nichts.
    LG

  • Hallo Susan,
    Der Job muss nicht glücklich machen.
    Die Mehrheit der Menschen sichert sich damit ihren Lebensunterhalt, das impliziert eine gewisse Abhängigkeit um zu überleben.
    Ein Job könnte jedoch zufrieden machen, wären da oft nicht zu viele Fraktoren, die durch Patriarchat vorgegeben wurden, und bisher mitwirken. In den meisten Fällen wurden und werden die Arbeitsbedingungen und Normen durch Männer und ihre Bedürfnisse geprägt und als Normen definiert. Auch für Frauen.
    Wenn wir uns in dem (wie auch vielen anderen Bereichen) das Thema Gender näher anschauen, wird uns bewusst in welcher Welt wir leben.
    Wenn wir das nicht tun schieben wir diese Themen auf die persönliche Ebene.
    Das ist nicht nur unfair den einzelnen Menschen gegenüber, die langfristige Wirkung ist, das die Menschen weiterhin durch Systeme geformt werden, anstatt kreativ die Syteme mit zu gestalten.
    Dein Artikel ist nett gemeint, hat auf mich aber eine oberflächliche esoterische Wirkung.
    Die Realität und die Gesellschaftlichen Zusammenhänge werden dabei unberücksichtigt.
    Da draußen gibt es Frauen, die täglich für ihr überleben, und der ihrer Kinder zu kämpfen gezwungen sind.
    Frage sie mal wie ihr Alltag aussieht.
    Ich empfehle Dir das Buch „Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert“ von Caroline Criado-Perez.
    Vielleicht hilft es Dir auf den Boden der Tatsachen zurück zu kommen und deinen gesellschaftlichen Beitrag in die Richtung zu generieren, die mindestens der Hälfte der Bevölkerung einen Nutzen bringt?
    Viele Grüße
    Eve

    • Liebe Eve,

      danke für deinen Kommentar.

      Du sprichst genau an, worum es in meinem Artikel geht: ich möchte das Problem auf die persönliche Ebene zurückholen. Denn das ist genau der Punkt, an dem jeder einzelne etwas verändern kann.

      Ich erhebe hier auf meinem Blog nicht den Anspruch, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Wie sollte ich mit einem Artikel das Leid aller lindern, für Gleichberechtigung sorgen oder Krieg verhindern können? Ich tue das, was ich jetzt & hier, von meinem Platz aus tun kann: einzelnen Menschen helfen, den Frieden und die Harmonie in sich selbst zu finden. Diese Menschen wiederum bringen dann ihr Licht in die Welt und so wird es Stück für Stück heller. Wir können die Welt nur von innen nach außen heilen.

      Welchen gesellschaftlichen Beitrag leistest du?

      Namasté 🙏🏻

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