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Manchmal brauchts nur eine simple Frage, die uns in die Untiefen unserer eigenen Glaubenssätze katapultiert.

Als ich die Fragen einer Kundin zu einem meiner Kurse beantwortet merkte ich, dass mich meine Gedanken in eine Abwärtsspirale zogen, weil ich all diese Themen nur allzugut kannte. Bevor wir uns wirklich eine Veränderung in unserem Leben umsetzen, schickt uns unser Unterbewusstsein eine Menge Gründe, die unser Vorhaben torpedieren. 

Zeit eignet sich beispielsweise sehr gut als Ausrrede, nichts ändern zu müssen. Mark Twain formulierte das so:

Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.

Und unsere Lebenszeit betreffend sind wir scheinbar für manche Dinge zu alt und für andere zu jung. Genau darum dreht sich der heutige Artikel. Die Frage, die ich in der Mail zu beantworten versuchte war:

Lohnt es sich, diesen Kurs zu machen, wenn man nur noch 13 Jahre bis zur Rente hat.

„Nur noch?“

13 Jahre können lang sein, wenn man widerwillig zur Arbeit geht.

Verdammt. lang.

Oder anders herum: Was könnte man in 13 Jahren nicht alles für tolle Dinge tun?

Zeit ist relativ

Da Zeit bekanntlich relativ ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass 13 glückliche Jahre sich anders anfühlen, als 13 unglückliche Jahre.

Nehmen wir mal an, du arbeitest 5 Tage die Woche, dann kommst du auf durchschnittlich 230 Arbeitstage. Hochgerechnet auf 13 Jahre macht das 2.990 Arbeitstage. Ausgehend von einem 8-Stunden-Arbeitstag kommen wir auf 23.920 Stunden, in denen du tust, was du nicht magst. Gruselig lang oder?

Der Traum vom perfekten Zeitpunkt

Wenn ich hinter diese Frage schaue, spüre ich die Angst, es nicht zu schaffen, (noch) nicht gut genug zu sein oder eine Art Resignation, ob sich der Aufwand überhaupt (noch) lohnen wird.

Letzteres macht mich ganz besonders traurig, denn ich persönlich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das hier jetzt schon alles gewesen sein soll. Ich glaube daran, dass wir bis ganz zum Schluss die Möglichkeit haben, etwas zu ändern und wenn es nur die Einstellung zu einer Sache ist.

Die Kluft zwischen Vorstellung und  Tat

Was uns letztendlich unglücklich macht ist die Kluft zwischen dem, was wir wirklich wollen und dem, was wir tatsächlich tun.

Ich glaube, dass uns das Schicksal nur Ideen und Träume zuspielt, die wir imstande sind umzusetzen. Damit meine ich;  wenn in dir das Gefühl auftaucht, dass da noch mehr ist, ist es das aller Wahrscheinlichkeit auch. Wusste schon Walt Disney:

„Wenn Du es träumen kannst, kannst Du es auch erreichen.“

Was uns zermürbt ist, dass wir dem nicht nachgehen. Weil wir nicht wissen, wo anfangen, weil wir denken, wir wären noch nicht so weit oder nicht gut genug oder eben „schon zu alt“.

Falls es in dir rumort, weil du dein Potenzial nicht nutzt, während dir scheinbar die Zeit zwischen den Fingern verrinnt, dann fang an, wieder etwas in deinem Leben zu bewegen.

Denke nicht zu groß (sonst hast du das nächste Brett vor dem Kopf)

Schau dich in deinem Leben um und suche den kleinstmöglichen Schritt, den du sofort machen kannst. Das kann ein Anruf sein oder eine Mail, das Raussuchen einer Adresse oder die Meditation, die du schon so lange vor dir herschiebst.

Kleiner Tipp am Rande: Mit meinem Minikurs bekommst du 5 Mails mit Inspirationen, die dich wieder zurück auf deinen Weg bringen. Hört sich gut an?

 

Wieder bei dir ankommen,

…während die äußere Welt dein Gedankenkarussell am Laufen hält.

Wann bitte ist der perfekte Zeitpunkt?

Menschen in den Fünfzigern beneiden die Jungen Mitte 20, die ihr Leben noch vor sich und alle Möglichkeiten offen haben. Und dann gibt es junge Menschen, die uns ältere beneiden, weil wir schon fest im Leben stehen und der Welt nix mehr beweisen müssen.

Mit der Perspektive verändern sich die Vor- und Nachteile

Möglichkeiten sind immer gegeben. Wir sind nicht zu jung oder zu alt und sollten zu früh oder zu spät aus unserem Wortschatz streichen.

Klar, Ballerina werd ich nicht mehr.

Aber mal angenommen, ich hätte diesen Wunsch wirklich, dann könnte ich mich fragen, was wirklich hinter diesem Wunsch steht.

Ist es das Tanzen? Dann kann ich das als Hobby prima betreiben.

Ist es der künstlerische Ausdruck? Auch das geht mit 40, 50, 60.

Oder stelle ich vielleicht fest, dass es nicht wirklich mein Wunsch war, sondern der meiner Mutter, den ich ihr so gern erfüllt hätte, weil sie es nicht erreicht hat? Auch das ist eine prima Erkenntnis. Denn dann ist jetzt die Zeit, diesen Ballast von den eigenen Schultern abzuwerfen.

Das herauszufinden kann sehr befreiend sein, damit der Platz frei wird für das, was in dir schlummert und endlich raus will. 

Du bist nicht zu alt

Du bist nie zu alt, um nochmal neu zu starten: J. K. Rowling, war eine 31jährige, alleinerziehende Mutter, bevor sie sich in ein Cafe setzte und Harry Potter zu Papier brachte. Harrison Ford war bis er 30 Zimmermann. Nikklas Zennstrom gründete mit 37 Skype und Arianna Huffigton startete die Huffington Post im Alter von 54 Jahren.

Du bist nicht zu jung

Bereits im Alter von fünf Jahren gewann David Garrett einen Preis im Wettbewerb Jugend musiziert.

Als Cameron Johnson 11 Jahre alt war, entdeckte er sein Talent für die Herstellung von Grußkarten. Kurze Zeit später verdiente er pro Monat rund 350.000 Dollar. Mit seinem High School-Abschluss war er Millionär.

Was Erfolg ist, definiert jeder für sich selbst

Ein 15jähriges Mädchen protestiert im Sommer 2018 ganz allein vor dem schwedischen Reichstag gegen die Untätigkeit der Politiker in Sachen Klimaschutz. Sie schafft es in die  UN und hält uns Erwachsenen einen Spiegel vors Gesicht, welche Ausbeutung wir immer noch mit unserem Planeten betreiben.

Greta löste damit eine weltweite Bewegung aus. Sie erhielt dafür die Goldene Kamera und ist im Gespräch für den Friedensnobelpreis. Nicht die Preise sind wichtig, sondern das sie gehört wird. Sie schlägt die so oft zitierte „Delle ins Universum“.

Kennst du weitere Beispiele? Teil sie gerne mit uns in den Kommentaren.

Was passiert, wenn nix passiert?

Ich bin mir sicher, es gibt sehr viel mehr unglaubliche Geschichten, die beweisen, dass der richtige Zeitpunkt nur ein Märchen ist. Vielleicht erzählen wir uns das hin und wieder selbst, um nicht anfangen zu müssen.

Eine kleine, feine, sehr anschauliche Übung:

Nimm dir ein paar tiefe Atemzüge und gehe in dich. Denke an etwas, von dem du dich fragst, ob du es tun solltest oder nicht. Und dann stelle dir diese beiden Fragen:

  1. Wie sieht mein Leben in 5 und in 10 Jahren aus, wenn ich diesen Schritt jetzt mache?
  2. Wie sieht mein Leben in 5 und in 10 Jahren aus, wenn ich es nicht tue und genauso weitermache wie bisher?

Es ist deine Entscheidung

Die Herausforderung unserer Zeit ist ein zu viel an Möglichkeiten.

Wir könnten fast alles tun, machen es aber selten. Wir zweifeln und zögern.

Wir wollen das Perfekte zum perfekten Zeitpunkt tun. Und warten perfekt ab. Doch:

Ob wir etwas tun oder lassen ist eine Entscheidung, ist unsere Entscheidung. Ein absoluter Entscheidungsbooster ist die Antwort auf die Frage nach deinem WARUM.

Mach das bitte nicht!

Wir müssen aufhören zu glauben, den Absprung nicht (mehr) zu schaffen, weil wir etwas schon soooooo lange tun.

Wir sollten aufhören, verpassten Chancen nachzutrauern und die zu nutzen, die wir gerade haben. Früher ist vorbei und später noch nicht da. Handeln können wir immer nur JETZT.

Wenn es dir Angst macht, aus den vielen Möglichkeiten, die vor dir liegen zu entscheiden, hab ich einen Tipp für dich:

Mach das was du am einfachsten ausprobieren kannst und was dich am hellsten anstrahlt.

Unser Herz weiß recht schnell, was es will. Wenn wir zögern, dann deshalb, weil unser Verstand es uns versucht wieder auszureden.

Ich hoffe, ich konnte dich dazu ermutigen, Zeit nicht als das Maß der Dinge zu betrachten. Was es braucht ist deine Entscheidung und den Mut loszugehen. Wenn du Glück hast, triffst du auf diesem Weg Menschen, die mit dir in die gleiche Richtung unterwegs sind.

Lass uns losgehen, denn

die Welt braucht deine leise Power 🦋

 

 

 

 

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