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Falls du bei dieser Frage ganz dezent darüber nachdenkst, ob ich noch alle Latten am Zäunchen habe, weil dich schon dein einer Job restlos an deine Grenzen bringt…

MOMENT!

Es ist anders als du denkst.

Was ich dir damit sagen möchte ist: Willkommen im

Zeitalter des Patchwork(ing)

Die Zeiten, in denen wir in ein und derselben Firma eine Ausbildung machen, arbeiten und in Rente gehen sind definitiv vorbei. Lebensläufe werden länger, vielfältiger und bunter.

Das „bisherige alte Modell“ von Montag bis Freitag in einem Job hängt immer noch in unseren Köpfen fest. Wenn man mit seiner Arbeit unzufrieden ist, macht es aus meiner Sicht absolut Sinn, die Talente auf mehrere Jobs zu splitten. Und zwar aus diesen Gründen:

1. kleine Steps nehmen die Angst loszulegen
2. du kannst deine Vielfalt leben
3. du kannst „nebenbei“ einsteigen
4. dein Risiko wird verteilt

1 – Lieber kleine Schritte gehen, als im großen Stil verzögern.

Das Thema Berufung ist ein sehr sehr großes. Viele reden davon, wenige leben sie, die große Berufung. Deshalb hängt diesem Wort eine gewisse Schwere nach.

Je größer der Berg ist, vor dem wir stehen, desto kleiner fühlen wir uns. Im schlimmsten Fall gehen wir dann vor zu viel Respekt gar nicht erst los.

Um das Wort Berufung im wahrsten Sinne zu verkleinern, mache ich mal (be)rufen draus.

Wozu fühlst du dich berufen?
Und was genau ruft da in dir?

Keine Fragen, die wir uns eben mal so stellen und die Antwort ist auch nicht in nullkommanix da. Doch das ist kein Problem. Für die Antworten haben wir unser Leben lang Zeit. Wichtig ist, das wir ihnen NACH-GEHEN.

Berufungsmodus wird gestartet, bitte warten…..

Am besten tun wir das, indem wir in uns gehen (und nicht wie gewöhnlich im Außen danach suchen). Die Antworten auf diese Fragen kann uns niemand geben. Wir müssen sie in uns selbst finden.

Der allerallerallererste Schritt ist also herauszufinden, was uns ruft und wo es uns hinzieht. Wenn du an diesem Punkt stehst, empfehle ich dir, die Fragen in meinem kostenlosen Ebook zu beantworten: Wie du herausfindest, wohin du beruflich möchtest. 

Es kann erst richtig losgehen, wenn wir losgehen!

Es gibt Menschen, die „all in“ gehen, wenn sie sich für etwas entschieden haben und dieses eine Ding dann hundertzehnprozentig umsetzen.

Der weitaus größeren Anzahl von Menschen, macht genau das Angst. Alles auf eine Karte setzen ist wie der Bungeesprung ins Nichts und das Hoffen darauf, dass das Seil hält und kurz genug ist.

Wenn wir Angst haben, gehen wir nicht vor die Tür und das ist das eigentliche Problem. Zum einen, weil wir nicht machen, was wir gerne möchten. Zum anderen weil die Angst nur verschwindet, wenn wir ihr entgegengehen.

Die Kunst ist also, was auch immer wir vorhaben in kleine Häppchen aufzuteilen.

Lieber in klitzekleinen Schritten losgehen, als im Kopf mit großartigen Ideen zu jonglieren.

2 – es lebe deine Vielfalt

Das kann doch nicht alles gewesen sein, denkst du dir und machst dich auf die  Suche nach deinen Talenten und Gaben. Und schon stehst du vor dem nächsten Problem:  Du grübelst in Endlosschleife darüber nach, wie du deine Vielfältigkeit in einen einzigen Job packen kannst.

Das ist wie zu versuchen ein 1000 Teile Puzzle in eine Streichholzschachtel zu quetschen.

Hör auf, endlos nach diesem einen einzigartigen Job zu suchen, der alles vereint, was du dir immer erträumt hast. Ich will damit nicht sagen, dass es nicht möglich ist, einen hundertprozentig passenden Job zu finden. Ich denke allerdings, dass wir viele Chancen auf dem Weg liegen lassen, weil diese 100-Prozent-Nummer immer wieder davon abhält, mal mit 80 Prozent anzufangen.

An dieser Stelle komme ich auf meine Überschrift zurück:

Darf es ein Job mehr sein?

Oder ein Hobby?

Oder ein Ehrenamt?

Du musst nicht deinen Job kündigen, um glücklich zu sein.

Eine Kundin beispielsweise hilft gern Menschen, schreibt gern und teilt gern ihr Wissen. Mit ihrem Job in der Reklamationsabteilung eines großen Dienstleistungsunternehmens war sie nicht so recht zufrieden. Sie hilft schon irgendwie den Kunden, aber erfüllend war das für sie nicht.

Zum einen, weil für sie wesentliche Dinge fehlten: Ihr Wert Menschen zu helfen wurde nicht genügend erfüllt und ihr Talent zum Schreiben und Informationen teilen blieb quasi ungenutzt.

Als sie das für sich klar erkannte, bot sie der Firma an, für das firmeninterne Intranet zu schreiben und über die Belange der Mitarbeiter zu berichten, was dankbar angenommen wurde. Es folgten kurz darauf eine Firmenchronik und  online-FAQ bzw. Handbücher, die den Kollegen als Nachschlagewerk dienten.

Sie musste also nicht die Firma wechseln. Sie suchte sich eine neue – passendere Aufgabe – im „alten“ Job und war wesentlich erfüllter. Wer weiß, was sich aus dieser Aufgabe noch weiter entwickelt.

3 – du kannst nebenberuflich einsteigen

Ein anderes Beispiel: Jemand, der sich sehr für Geschichte interessiert, viele Sprachen spricht und gern neue Menschen kennenlernt kommt in der Kundenbetreuung zwar mit Menschen in Kontakt, mit seinen Talenten allerdings nicht wirklich.

Fremdsprachen? Geschichte?

Fehlanzeige!

Die Lösung war in diesem Fall die Reduzierung auf einen Teilzeitjob. In der gewonnenen Zeit begeistert dieser Kunde mit seinem Sprachtalent und seinem unglaublichen Geschichtswissen auf sehr individuellen Stadtführungen.

Bei der Umsetzung unserer Begabungen und Interessen müssen wir nicht gleich in die Vollen springen. Wir können das Gute mit dem Nützlichen verbinden.

Du musst es nicht für Geld tun

Es gibt  so viele ehrenamtliche Organisationen und Einrichtungen, die Unterstützung in allen möglichen Bereichen suchen. Unter anderem auch für kurzzeitige Aktionen und Projekte. Das kenne ich beispielsweise von der Stiftung Gute Tat. Dort kann man anderen vorlesen, Laien die Angst vor dem Computer nehmen, Menschen Buchhaltung beibringen oder einen Duftgarten für blinde Menschen anlegen.

Du musst dich also nicht für 10 Jahre verpflichten, doch du kannst tun, was du liebst und anderen Menschen damit helfen. Das kannst du neben deiner Arbeit tun, wenn sie allein dich nicht erfüllt.

Du kannst ebenso überregional für Delfinpatenschaften sammeln, den örtlichen Zoo unterstützen und sogar Menschen mit Handycap in den Urlaub begleiten.

Was auch immer deine Idee ist: Was ist die einfachste, schnellste umsetzbare Möglichkeit, genau das auszuprobieren?

Wenn du etwas liebst und weißt, dass es anderen schwer fällt, dann unterstütze doch erst einmal dein unmittelbares Umfeld und

teile deine Freude

Kannst du Freunden helfen (Haare schneiden, Steuer machen, Kunst entwerfen)? Oder deine Fähigkeiten als Freiberufler einsetzen (Hochzeitsfotograf oder Stadtführer)? Macht dich dein Herzensthema zum Experten, womit du in Teilzeit oder freiberuflich unterstützen kannst (Übersetzer, Korrekturleser, virtuelle Assistenz)?

Es scheint so trivial zu sein, doch wir machen viel zu selten das, was uns glücklich macht. Viel öfter tun wir, was wir gestern schon getan haben. und vorgestern.

Also, was würdest du gern häufiger tun?

Tu es häufiger!

4 – Verteile das Risiko

Halte Ausschau nach MÖGLICHKEITEN, in denen du deine Talente, Fähigkeiten und Begabungen einbringen kannst. Diese aufgedröselten Möglichkeiten sind wie eine imaginäre Kette, an der du dich entlang hangeln kannst. Deine Freude ist ein sehr guter Wegweiser.

Denke in Projekten und minimiere dein Risiko. Du kannst deinen Job behalten, gegebenenfalls die Stunden reduzieren und dir eine weitere Teilzeittätigkeit suchen. Du kannst freiberuflich arbeiten oder ehrenamtlich.

Du wirst aktiv, beschäftigst dich mit dem Thema und es werden Türen aufgehen, wo vorher keine waren. Diese Dinge fallen nicht beim drüber Nachdenken auf, wir können sie nur erfahren.

Suche nach Möglichkeiten deine Talente einzubringen

Wenn du einen Brotjob hast, der für die Miete und das Essen sorgt, kannst du dich ohne schlechtes Gewissen nebenbei deiner Leidenschaft widmen. Wenn du Teilzeit arbeitest und nebenbei freiberuflich, kannst du deine Geschäftsidee ohne Risiko testen.

Du arbeitest gern in der Firma, doch bist an der falschen Stelle? Übernimm mehr von den Aufgaben, die dir Spaß machen. Überzeuge deinen Vorgesetzten davon, dass du an anderer Stelle viel mehr Wert für die Firma kreieren kannst.

Schaffe Ausgleich im privaten, wenn dein Job dich runterzieht. Gönne dir ein Hobby! Tu das, was du schon so lange mal wieder machen wolltest, wozu aber nie Zeit blieb. 

Und auch wenn das, was du momentan tust, nicht dein Traumjob ist. Du hast genau drei Möglichkeiten:

Love it – Leave it – Change it

Über den Jobwechsel und die Veränderungen habe ich bereits geschrieben. Der dritte Punkt, das lieben meint, die positiven Seiten deiner momentanen Situation zu betrachten: Was tut dieser Job für dich? Deine Miete zahlen, dein Hobby finanzieren, dich mit netten Menschen in Kontakt bringen, für deine Freiheit sorgen? Suche dir bewusst die positiven Seiten heraus. Sehr oft haben wir nur die negativen auf dem Schirm.

Energie durch das was wir lieben

Und nein, ich glaube nicht, dass du dadurch (noch) weniger Energie haben wirst. Im Gegenteil, wenn wir tun, was wir gerne tun, sind wir wie Duracellhäschen nach einem Batteriewechsel.

Und mehr noch, wenn wir tun, was wir lieben verbrauchen wir nur halb soviel Energie. Ich denke, dass hat damit zu tun, dass wir mit uns selbst – und dem großen Ganzen – verbunden sind. In dem Zustand laufen wir nicht mehr mit Batterie. Wir sind die Batterie 😁

Eine Sache von Prioritäten!

Und falls jetzt auch noch ein: „dafür hab ich keine Zeit“ in dir aufsteigt… Frage dich, was du wichtiger nimmst, als das, was dir Freude macht? Um was bringst du dich, in dem Glauben, keine Zeit zu haben?

Mal ganz ehrlich, wie oft entscheidest du dich für den Fernseher und gegen das Buch, wie oft für die Couch und gegen den Sport, wie oft für die Routine und gegen das Neue?

Deine Entscheidung!

Wir sind hier um uns an unsere Wahrheit zu erinnern.

Ich empfinde es gerade so, dass wir in einer Zeit voller Möglichkeiten leben. Doch oft treffe ich auf Menschen, die scheinbar in den alten Strukturen gefangen sind. Die da wären:  ich suche mir einen Job, der für meine Sicherheit sorgt, auch wenn ich mir selbst dabei verloren gehe.

Die wichtigsten Fragen, die du dir immer wieder stellen kannst: 

WAS?

Was tue ich immer wieder gern?

Wo? 

Wo kann ich genau das tun?

WIE?

Wie komme ich da hin?

Unsere Lebensaufgabe ist es, unsere Berufung zu finden.

Ankommen ist gar nicht das Ziel.

Bevor du verzweifelt nach dem EINEN Job suchst, finde eine Möglichkeit, dein Talent jetzt schon in die Welt zu bringen.

Welches Geschenk möchtest du der Welt machen? Es ist bereits in dir!

Die Welt braucht deine leise Power 🦋

 

 

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