030-56008016 mail@susanschubert.de
Seite auswählen

Ich erinnere mich noch sehr gut, wie entzückt ich von der Idee war, mich auf die Suche nach meinem Warum zu machen, sofort als ich Simon Sineks Buch „Frag immer erst Warum“ in die Finger bekam.

Im Buch wird empfohlen, sich nicht mutterseelenallein auf die Suche nach dem Warum zu machen, weil die Gefahr groß ist, den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen. Macht auch Sinn, schließlich wir sind so nah an unserer eigenen Geschichte dran, dass uns schlichtweg der Blick aufs große Ganze fehlt.

Mit deinem Warum den roten Faden finden

Ich hatte total Feuer gefangen und erzählte meinem Buddy Tina davon. Sie war – sagen wir mal – mäßig begeistert. Der Nutzen, das eigene Warum zu kennen, schien sich ihr nicht so recht zu erschließen. Aber irgendwie schien ich dann doch Funken geschlagen zu haben, die bei ihr einfach nur noch etwas Zeit zum zündeln brauchten.

Ich glaube einen Tag später hatte sie sich das Buch auch bestellt und so konnte unser Projekt WARUM FINDEN starten.

Jetzt im Nachhinein denke ich, dass hinter meiner Begeisterung, mit der ich Tina letztendlich kriegte, mein eigenes Warum steckte, dass unbedingt rauswollte.

Was mein Warum ist?

Verrate ich dir…

Doch du musst schon noch bis zum Ende lesen. 😉

Erzähl mir deine Geschichte

Im großen Ganzen geht es darum, sich an Puzzleteile aus der eigenen Lebensgeschichte zu erinnern. Ranzoomen, eintauchen und dem Gegenüber erzählen.

Das WIEDERENTDECKEN der Details unserer Geschichte geben uns Hinweise darauf, wer wir wirklich sind und was unser WARUM ist.

Tina und ich brauchten jeweils so ca. 3 Stunden, um uns gegenseitig unsere Geschichten zu erzählen, nachzufragen und sie auszuwerten.

Das Warum freilegen

Ganz ohne Drama, so als würde ich ganz entspannt jemandem, der meine Biografie schreibt erzählen, warum mir bestimmte Stationen in meinem Leben sehr wichtig waren und andere mich berührten.

Der, der zuhört, stellt vertiefende Fragen und achtet auf Kleinigkeiten wie Gesten oder Tonlage und auf immer wiederkehrende Worte. Diese „Fundstücke“ werden nach Erzählen der Geschichte zurückgemeldet.

Diese ungeteilte Aufmerksamkeit ist ein Goldschatz

Dieser Moment, wenn dir ein Mensch seine ungeteilte Aufmerksamkeit widmet und dir spiegelt, was von dir bei ihm ankommt ist ein sehr berührender.

Als hätte der andere ein paar Puzzleteile von dir gefunden, die er dir überreicht und die perfekt in dein Lebensbild passen. Und dann schaust du auf dieses neue Bild und e erschließen sich dir Dinge, die du dir in der Vergangenheit nicht erklären konntest. Plötzlich wird der Sinn dahinter sichtbar.

Während ich das hier niederschreibe bin ich gleich wieder tief bewegt. Ich bin so dankbar für diese Erfahrung und kann sie jedem nur wärmstens ans Herz legen.

Das Warum ist Ziel das WIE ist die Route, die wir dahin wählen.

Wir alle wissen WAS wir tun, einige WIE sie es tun, doch die wenigsten WARUM sie etwas tun. Und mal vorweggenommen, Geld ist nicht das Warum, Geld ist die Folge, nicht die Ursache.

Falls du jetzt antwortest: doch na klar, ich gehe zur Arbeit, weil ich Geld dafür bekomme. Mag das bis zu einem gewissen Grad stimmen. Doch wofür bitte möchtest du dein Geld ausgeben? Welche Wünsche erfüllst du dir damit? Warum möchtest du Geld haben? Viele Motivationen können dahinter stecken: Freiheit, Luxus, Reisen, ein eigenes Haus?

Das ist Simon Sineks WARUM:

Menschen inspirieren Dinge zu tun, die für sie inspirierend sind, damit wir gemeinsam die Welt verändern können.

Sein Beitrag ist „zu inspirieren“ und gibt ihm im Alltag den gewünschten Fokus. Das er gemeinsam mit anderen die Welt verändert ist die Wirkung, die er damit erzielt.

Warum bislang das WAS so wichtig war

Das, womit wir uns heutzutage ausführlich beschäftigen ist das WAS. Was wir verkaufen, was wir anbieten, was wir sein wollen. Warum das bisher so war, erschloss sich mir, als ich Sineks Erklärung über den „Golden circle“ hörte.

Dieser goldene Kreis entspricht genau der Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Der äußerer Ring, das „WAS“, entspricht dem äußerem Teil dem Neocortex, dem Teil des Gehirns, der für das rationale, analytische Denken verantwortlich ist. Damit verarbeiten wir Daten und Fakten. Das ist auch der Sitz unserer Sprache.

Das, was wir beschreiben können ist das, was uns kopflastigen Menschen eben logisch erscheint. Das, was wir in unserer Welt für real halten und deshalb weitgehend unbestritten.

Das Warum ist schwer in Worte zu fassen

Die beiden inneren Kreise, das WARUM & WIE, entsprechen dem inneren Teil unseres Gehirns, dort wo Gefühle und Vertrauen entstehen. Sitz des limbischen Systems, zuständig für unser Verhalten und unsere Entscheidungen. Sprache gibt es hier allerdings nicht. Das ist der Grund, warum wir unser Bauchgefühl so schwer in Worte packen können.

Im Lebenslauf stehen nur Fakten

Die harten Fakten stehen im Lebenslauf, doch ob jemand zur Unternehmenskultur passt, ist eher ein Gefühl. Die Unfähigkeit den Grund für unser Gefühl zu artikulieren hält uns oft davon ab, das Bauchgefühl als Entscheidungsgrundlage zu akzeptieren.

Viel zu oft wird (noch) nach dem Können entschieden und nicht ob der Mitarbeiter passt.

Das Warum ist ein Werkzeug, dass Klarheit schafft.

Dir ist es sicher auch schon mal so gegangen: alles spricht für eine Entscheidung, aber instinktiv schreckst du davor zurück? Das ist der Moment, in dem du gegen deine Werte und Überzeugungen handelst.

Unser Warum verbindet unsere Arbeit mit dem Sinn, den sie für uns hat.

Im Buch wird das Beispiel einer jungen Frau genannt, die in einem Vorstellungsgespräch auf die typische Frage: „Wir haben eine Menge herausragender Bewerber, sagen Sie uns bitte, was Sie von den anderen unterscheidet“, von ihrem Warum erzählte.

Bevor sie von ihren Leistungen sprach erklärte sie dem Personalchef, was sie am Morgen motiviert aufzustehen: „Ich versuche den Menschen zu helfen, dass Beste aus sich herauszuholen, das inspiriert mich. Ausgehend von ihrer Webseite habe ich den Eindruck, dass es genau das ist, was auch das Unternehmen will. Deshalb bewerbe ich mich, Teil dieser Organisation zu werden.“

Warum dein WARUM für den Jobwechsel so wichtig ist

Sie begann mit ihrem Warum und hatte das Gremium bereits überzeugt. Sie zeigte, wer sie war und nicht nur, was sie so drauf hatte und stellte damit sofort eine aufrichtige und authentische Kommunikationsschiene her.

Anstatt intelligente Antworten auf hypothetische Fragen zu finden, konzentrierte sie sich darauf, ihr Warum ohne Scheu zu vermitteln. Sie musste nichts anderes tun, als aus ihrem Herzen zu sprechen, was sie inspirierte in diesem Unternehmen arbeiten zu wollen.

Nur der Vollständigkeitshalber: natürlich hatte sie den Job.

Das WARUM weckt Leidenschaft für deine Arbeit

Mit unserem Warum wissen wir, wofür wir brennen und können gleichzeitig herausfinden, ob das auch mit dem Warum der Firma passt. Deshalb ist das Warum ein unschätzbares Werkzeug für die Wahl der nächsten Firma, bei der wir Erfolg haben und unsere Erfüllung finden wollen.

Dein Warum ist dein ganz persönlicher Beitrag für jegliche Arbeit im Team.

Dein Warum kannst du nutzen wie ein Werkzeug

Ich finde den Vergleich im Buch mit den unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten eines Hammers und dem Warum sehr schön: Werkzeuge haben viele Verwendungsmöglichkeiten. Mit Hilfe eines Hammers bspw. kann man ein Bild aufhängen oder ein ganzes Haus bauen. Unser Warum ist ein ähnlich vielseitiges Werkzeug mit strikt begrenzten aber auch weit gefassten Anwendungsmöglichkeiten.

Wir können es einsetzen, um ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch zu führen, aber auch, um unser Team zu inspirieren. Ein Unternehmer kann es einsetzen, um ein einziges neues Projekt zu begleiten oder aber um die ganze Organisation zu steuern.

Dein Warum gibt dir eine klare Richtung an

Ich greife noch einmal die Puzzleteile von oben auf. Wenn das Warum so ein Puzzleteile ist und du weißt, wie es aussieht, kannst du viel schneller entscheiden, zu welchen anderen Puzzleteilen es passt oder eben auch nicht. Du kannst viel schneller Entscheidungen treffen, ob etwas für dich stimmig ist.

Andere können anhand deines Puzzleteiles natürlich auch erkennen, ob es zu ihrem Bild passt oder nicht.

Es ist etwas anderes, ob du für einen neuen Job wie ein Raubtier auf der Jagd Ausschau hältst oder bewusst mit dem Leben fließt und direkt darauf zusteuern kannst, was zu dir passt, weil du dein Warum kennst.

Es gibt nur ein einziges universelles Warum für jeden von uns.

Es gibt keine Trennung von beruflichem und privatem Warum, sondern nur ein einziges universelles Warum für jeden von uns. Dein Beitrag ist weder ein Produkt noch eine Dienstleistung, es ist DAS ELEMENT auf das du ALLES, WAS DU TUST, abstimmen kannst, um die Wirkung zu erzielen, die du dir wünschst.

„Wer ein WARUM zum Leben hat, erträgt fast jedes WIE.“ Friedrich Nietzsche

Ein weiterer – sehr großer – Vorteil das eigene Warum zu kennen ist die Tatsache, dass es dir den Grund dafür gibt weiterzumachen. Seit ich mein Warum kenne, kommt es mir manchmal so vor, als würde mir jemand Wind unter die Flügel pusten. Auch wenn es manchmal zäh ist, habe ich im Hinterkopf, warum ich es tue.

Das heißt nicht, dass jetzt alles nur noch so flutscht oder gelingt, sondern das es mir eine ordentliche Anschubenergie bereitstellt. Ich habe seit 3 Monaten mehr Dinge umgesetzt als im ganzen letzten Jahr.

Erfüllung ist dauerhaft – Glück nicht

Erfüllung ist nicht Glück, denn Glück hält nicht an. Erfüllung ist dauerhaft, sie hängt unmittelbar mit unserem Warum zusammen. Unsere Arbeit wird uns nicht immer glücklich machen. Wir können jedoch erfüllt nach Hause gehen, wenn wir uns dessen bewusst sind, Teil einer größeren Sache zu sein, die weit über uns hinausgeht.

Die Vorteile, dein Warum zu kennen noch mal auf einen Blick:

  • Deine Arbeit bekommt einen Sinn für dich.
  • Du verstehst, was dir ein Gefühl von Erfüllung gibt.
  • Mit dem Warum hast du ein Ziel, nach dem du dich ausrichten kannst.
  • Wenn dein Warum nicht zu dem der Firma passt, ist es nicht „deine Firma“.
  • Du kannst dich und deine Kollegen besser motivieren.
  • Dein Warum ist dein Kraftwerk und versorgt dich mit Energie.
  • Du kannst schneller & bewusster Entscheidungen treffen.
  • Du erkennst ganz klar deine Aufgabe, deine Bestimmung (Job an sich oder die Branche sind eher zweitrangig).
  • Die beflügelnde Gewissheit zu etwas beitragen, dass weit über dich hinaus geht.

Mein WARUM

Ich hatte ja weiter oben angekündigt, die mein Warum zu verraten, was ich natürlich sehr gern tue. Hier ist als mein Warum:

Ich schaffe Verbindungen und Wege, damit Menschen sich wieder ganz fühlen und in ihre Größe kommen können.

Wenn du magst, schau doch mal bei meinem Buddy Tina vorbei, sie hat ebenfalls ihren Weg zum Warum beschrieben. Ihr Warum lautet:

Ich analysiere, ergänze und strukturiere Vorhandenes neu, so dass es wieder mit Begeisterung genutzt werden kann.

Die Sätze mögen von außen wenig spektakulär erscheinen, falls du jetzt sowas wie „Ich bin ein Superheld und rette täglich Menschenleben erwartet haben solltest“.

Wenn du ebenfalls an dieses universelle Netz andocken und wissen möchtest, was es für ein großartiges Gefühl ist, das eigene Warum zu erfahren, schau mal hier vorbei und 

Wenn du den Platz suchst, an dem du so sein kannst, wie du wirklich bist,

Hier noch einmal die erwähnten Links:

Simon Sineks Buch „Frag immer erst Warum“ und sein TED-Talk vom „Golden circle“

 

Wenn du nach deiner Bestimmung suchst, wird dein Warum dich leiten.

Wenn du schon eine ganze Weile auf der Suche nach deiner Bestimmung bist, nach dem Job, der wirklich zu dir passt oder nach der Firma in der du endlich das Gefühl hast angekommen zu sein, möchte ich dir ans Herz legen, dich mit deinem WARUM zu beschäftigen. Wenn du Unterstützung dabei brauchst, schau mal hier vorbei. 

Falls du Fragen dazu hast, schreib sie in die Kommentare oder schreib mir direkt eine Nachricht.

Ich hoffe, ich konnte dich inspirieren, dich mit deinem Warum zu beschäftigen, denn

die Welt braucht deine leise Power 🦋

 

 

 

 

PS:  Hat Dir dieser Artikel gefallen? Dann trage dich einfach in meinen Newsletter ein und du verpasst keinen Artikel mehr.

 

Pinnen für später: