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Hey, hallo, ich hoffe, dir gehts gut.

Also bis auf deinen Job vielleicht. Denn der ist vermutlich nicht so das, was dir vorschwebt. Richtig? Genau deswegen passt es ganz gut, dass du hier vorbeischaust, denn ich möchte dich mitnehmen, auf eine ganz besondere Reise.

Deine eigene Heldenreise.

Ich bins, Ihre Berufung, wenn Sie mir bitte folgen wollen.

Da so viel Palaver um mich gemacht wird, dachte ich, ich schau mal vorbei und rede Tacheles. Ich hab mir überlegt, ich werd das mal ganz hollywoodlike auf die Bühne bringen.

Falls du noch nie von der Heldenreise gehört hast, sie ist der Rahmen, aus dem jeder Blockbuster gezimmert wird. Urheber ist Joseph Campbell, den ich hier das eine oder andere Mal zitieren werde. Die Heldenreise ist immer auch eine Visionssuche. Es gibt einen Helden, der oder die zu einer wichtigen Aufgabe gerufen wird, also in dieser Geschichte hier bist du das. Und einen Gegenpart, der ihn davon abhält. Also los. Klappe, die Erste.

#1 Am Anfang der Alltag

Der typische Montag Morgen in deiner Welt, der Start in die Woche, wie alle 7 Tage davor und vermutlich auch danach. Du weißt, was an diesem Morgen passiert, du startest deine Routine. Gewohnt und sicher. Du schlurfst unaufgeregt, mehr oder weniger angepasst durch deinen Alltag. Alles geregelt. Energieniveau: Geht so. 7.45 Uhr die Bahn schaffen oder ins Auto steigen, dann folgen Teammeeting. Arbeit, 12.00 Uhr Mittagspause mit wem auch immer, Arbeit, Telefonkonferenz, Arbeit und das Besprechen der Zahlen. Feierabend. Danach zum Sport und ab nach Hause. Der Montag ist schon mal geschafft. Ohne besonderen Vorkommnisse. Territorium gesichert. Alles im grünen Bereich. Doch du spürst irgendwie, dass die Spannung fehlt. Das Gefühl kommt auf (oder ist es doch schon eher Hoffnung), dass das noch nicht alles gewesen sein kann. Du weißt, wie dich andere behandeln und wie es dir damit geht. Du erwartest das bereits, denn auch das ist vertraut. Nein, schlecht geht es dir nicht, aber eben auch nicht richtig gut. Irgendwas fehlt…

L.E.B.E.N.D.I.G.K.E.I.T.

Ich sehe dich. Kann dich erkennen in deiner Größe, mit all deinen Talenten und Gaben, die dir gar nicht mehr oder noch nicht präsent sind und ich fange an, nach dir zu rufen, in der Hoffnung, dass du dich auf deinen Weg machst. Ich möchte, dass auch andere Menschen das erkennen können. Ich möchte, dass deine Augen strahlen, bei dem, was du tust. Das du in deiner Einzigartigkeit Einzigartiges für andere erschaffst. Aus deinem Herzen heraus. Weil dein Licht auch andere inspiriert nach ihrem eigenen zu suchen.

„Wir müssen bereit sein, das Leben, das wir geplant hatten aufzugeben, um das Leben zu bekommen, das auf uns wartet.“ (Paul Rebillot)

In deiner Heldengeschichte ist es der Moment, wo es an die Tür klopft, du machst auf und nichts ist mehr, wie es war. Jemand platzt in dein Leben, ein anderer verschwindet oder etwas, wie dein Job beispielsweise.

Alles ist anders, nix mehr Routine, denn

#2 das Abenteuer ruft.

Alte Welt trifft auf neue Welt und die ruft dir zu: Hey, sei nicht sauer, aber ich musste dich da rausholen. Du hättest dich mal sehen sollen.

Das ist deine Chance alles umzukrempeln. Mach dich auf den Weg, denn da ist noch so viel mehr. Bekanntlich entsteht der Weg erst beim Gehen. So oft zitiert, doch was heißt das eigentlich?

In meinen Augen, dass du immer nur die nächsten Schritte erkennen kannst. Mehr brauchst du nicht sehen. Denn glaub mir, würdest du den ganzen Weg kennen, wäre die Angst davor um ein vielfaches größer als die Sicherheit, die du dir davon versprichst.

Es reicht völlig aus, einen groben Überblick zu haben, eine Richtung, in die es gehen soll. Wenn du mal den Überblick verlierst, brauchst du etwas, dass dir hilft, den nächsten Schritt zu erkennen, wie der Traumjobroutenplaner. 

Wirst du ins Stocken kommen?

Ganz sicher. Ich habe das so oft gesehen. Ihr Menschen habt Angst vor eurer Größe und wenn ihr sie für einen kurzen Moment zu spüren bekommt, die Hand schon am heiligen Gral, zieht ihr sie erschrocken zurück, wie von einer heißen Herdplatte. Diese Größe ist eure Verbindung an das große Ganze, die Heilung, das Eins sein. Doch hey, der Moment, bevor ihr in euren innersten Schatz eintaucht, das darf einem schon mal einen Schrecken einjagen.

#3 Will ich das wirklich?

Ja schon, aber… Und schon kommen Sätze wie: Ich war noch nie in irgendwas besonders gut. Ich kann nix Besonderes. Ich habe keine Talente. Wenn das so einfach wäre, an den Traumjob zu kommen, dann würde das ja jeder tun… Bla, bla, bla. Schutzbehauptungen. Sätze, die du früher von deinen Eltern oder in der Schule aufgeschnappt hast, machst du jetzt zu deinen eigenen.

Wenn du deinen Traumjob haben und dein bestes, echtes Leben leben willst, wirst du vor die Tür gehen müssen. Mach den ersten Schritt und du wirst dich augenblicklich LEBENDIG fühlen. An diesem Punkt entdeckst du, wer du wirklich bist. Nach ein paar Schritten spürst du instinktiv, dass sich dein ganzes Leben umkrempeln wird, deswegen drückst du kurz mal auf die Stoptaste um Durchzuschnaufen und einen klaren Kopf zu bekommen. Es sei dir gegönnt und wisse, wenn es auf Messers Schneide steht, wird jemand auftauchen, der dir hilft.

#4 Deine Unterstützer

Ein Mentor kann dich begleiten, beschützen und dich an seiner Weisheit teilhaben lassen. Er wird das Beste aus dir herausfördern, damit du deinem Ruf folgen kannst und dich nicht länger von deiner Angst ablenken lässt. Wie immer geht es auch anders. Es gibt da noch die Art von Mentor, der eher dafür da ist, dir in den Allerwertesten zu treten. Robert Betz nennt sie liebevoll Arschengel. Menschen, die dich mit ihrer Art zur Weißglut bringen, die dich herausfordern, dich zwingen hinzusehen und zu handeln. Das können ätzende Kollegen sein, nervige Kunden oder penetrante Chefs. Und dann wären da noch andere Helfer, die dir Zeit freischaufeln oder auf die Kinder aufpassen, damit du dich weiterbilden kannst oder die dir finanziell unter die Arme greifen, damit du einen Kurs bezahlen kannst.

#5 – Über die Schwelle treten.

Du überschreitest den ersten Wendepunkt: stöberst in Stellenanzeigen oder beschäftigst dich mit deinen Talenten, um herauszufinden was dein Ding ist. Du liest Bücher und machst Kurse, die dich bei deiner beruflichen Neuorientierung unterstützen. 

Die Schwelle ist etwas, das du bewusst übertreten musst.

Der erste Schritt durch die Tür nach draußen oder (falls du eher derAction-Typ bist) der Moment, in dem du beim Fallschirmspringen aus dem Flieger kippst. Dein Eintritt in die Anderswelt, raus aus dem gewohnten Territorium. Von der Theorie in die Praxis. Du wirst aktiv.  Der Moment deiner Reise, vor dem du dich am meisten gegrault hast, weil du wusstest, dass damit der Stein ins Rollen kommt und die Möglichkeit besteht, dass sich ab JETZT jobmäßig alles unumkehrbar verändern wird.

#6 Weggabelungen

Du bist nun unterwegs und musst dich entscheiden, was für dich stimmig ist und was nicht. Welcher Job ist der Richtige? Was macht mir wirklich Spaß? Womit kann ich am meisten bewirken? Du hast es geschafft und das Vorstellungsgespräch erfolgreich hinter dich gebracht, doch du hast so ein komisches Gefühl in der Magengegend, dass du im neuen Job vom Regen in die Traufe kommst. Nimmst du an oder sagst du ab? Eigentlich wolltest du wegen des nervigen Kollegen die Firma verlassen. Doch wie das immer so ist, wenn man sich in Bewegung setzt, bewegt sich auch das Leben. Jetzt bietet dir dein Chef einen Job in einer anderen Abteilung an. Die Arbeit dort passt zwar nicht ganz, aber du hättest deine Ruhe. Gehen oder Bleiben? Rückzieher oder Durchziehen?

#7 Dein größtes Hindernis

Langsam geht dir ein Licht auf. Du verstehst den Sinn dahinter. Der innere Nebel lichtet sich und du siehst ganz klar, warum du genau hier rauskommen musstest. Genau für diesen Augenblick, diese Erkenntnis. Haben dir andere Steine in den Weg gelegt? Schon möglich (siehe oben bei Arschengeln). Doch ganz ehrlich, ihr habt keinen Einfluss darauf, welche Dinge euch vor die Füße fallen, doch ihr könnt bestimmen, was ihr damit anfangt und wie ihr damit umgeht.

Dein größtes Hindernis bist du selbst.

Du stehst deinem großen Gegenspieler gegenüber, dir selbst. Du bist die Person, die dich bisher wirklich zurückgehalten hat. Seit kreativ und bau etwas Schönes aus den Steinen, die dir deinen Weg versperren. Lass dich nicht aufhalten, im Wissen, dass Helden mit ihren Herausforderungen wachsen.

#8 Der Kampf mit deinem Drachen

Du stehst Auge in Auge mit dem, was du am meisten fürchtest oder verabscheust. Und genau darin steckt die Alchimie, deine Verwandlung. Wenn es bei dir die Angst ist, dich authentisch zu zeigen, wird genau das der Schlüssel sein, mit dem du andere Menschen erreichst. Wenn du ein Zahlennerd bist und dir deswegen bisher wie ein Außerirdischer vorkamst, ist das dein Geschenk, welches du in die Welt bringen kannst. Du bist eher der Schweigen-ist-Gold-Typ, dann mach es dir zur Aufgabe zuzuhören.

Genau mit den Dingen, die du nicht als wichtig angesehen hast oder die dich in deinen Augen so „anders“ gemacht haben, sind eben die Dinge, die dich ausmachen. Die dich auffordern, deine Einzigartigkeit mit der Welt zu teilen. Genau die Dinge, von denen du immer dachtest, du kannst sie nicht und die du dann doch gemeistert hast, sind nun zu deinen Qualitäten geworden. Genau diese Dinge werden zu deinem Schatz, den nur du allein heben kannst. Dein Gold, das du mit anderen Menschen teilen kannst. Joseph Campbell formuliert es so:

 „Die Höhle, die Du zu betreten fürchtest, birgt den Schatz, nach dem Du suchst.“

#9 Du bist ein Held

YES! Du hast dein altes Berufsleben hinter dir gelassen und deine neue berufliche Heimat gefunden. Du bist als Held  heimgekehrt. Hast dein Leben zurückerobert. Zeit dich selbst zu feiern, stolz auf das Erreichte zu sein und innezuhalten. Du hast unterwegs wichtige Erkenntnisse eingesammelt, auf die du in der Zukunft zurückgreifen kannst. Du hast Dinge über dich selbst erfahren, durch die du dich wieder lebendig fühlst und voller Vitalität. Enthusiastisch nimmst du deinen neuen Platz ein. Tu was du liebst, was du gut kannst und was die Welt braucht.

„Es heißt, dass wir alle nach dem Sinn des Lebens suchen. Ich glaube vielmehr, dass wir Erfahrungen machen wollen, bei denen wir uns lebendig fühlen.” (Joseph Campbell)

Versuche dich lebendig zu fühlen, wann immer du kannst, egal ob es in deiner Freizeit oder deinem Beruf ist. Überrasch dich selbst damit, was du alles erreichen kannst, selbst wenn du das am Anfang deiner Reise nicht für möglich hältst. Du wirst mit Selbstvertrauen belohnt werden.

Nur du kannst diese Reise machen

Jeder Mensch hat etwas, für das er geboren wurde, eine ganz bestimmte LEBENSAUFGABE, die nur er in seiner Einzigartigkeit vollbringen kann. Mach auch du dich auf deinen Weg. Tritt deine Berufungsreise an und du wirst du wirst dir selbst begegnen. Und ein letztes Mal kommt Joseph Campbell zu Wort:

“Das Privileg Deines Lebens ist es, Du selbst zu sein.”

Du bist angekommen, wenn du am Ende deiner Berufungsreise deinen Traumjob (oder dein bevorzugtes Arrangement aus mehreren Tätigkeiten) gefunden hast. Glaube mir, es wird anders sein (und vermutlich besser), als du es dir jemals vorgestellt hast.

Die einzelnen Schritte deiner Heldenreiseroute:

1 – Sei achtsam im Alltag

Sei und bleibe wach und achtsam. Wenn du unzufrieden bist,  werde dir deiner Situation bewusst. Was ist es, was dir fehlt oder was nach dir ruft?

2 – Wage das Abenteuer

Was soll am Ende deiner beruflichen Reise stehen? Wo möchtest du hin? Was willst du erreichen? Mal dir aus, wo du in deinem Leben hin willst. Was möchtest du erreichen? Wovon hast du immer geträumt?

3 – Gib nicht auf

Hab keine Angst vor Dämonen, rechne mit Hindernissen. Wenn du sie einplanst, verlieren sie ihren Schrecken und du läufst nicht Gefahr, vom Weg abzukommen. Du erhältst eine Absage? So what, das ist nicht deine einzige Bewerbung und du wirst mit jedem mal besser. Oder es war einfach nur nicht die richtige Firma.

4 – Unterstützung

Suche dir Unterstützer und/oder erkenne Arschengel. Entwickle dein persönliches „magisches Werkzeug“, dass dir hilft dranzubleiben. Beispielsweise, wenn du die Lust am Weitergehen verlierst, rufst du XY an oder schmökerst in diesem Buch, das dich immer wieder fasziniert, tanzt zu einer bestimmten Musik, die deine Lebensgeister weckt usw.

5 – Raus aus der Komfortzone

Tritt raus aus der Komfortzone und mach dich auf den Weg. Setze die Dinge um, über die du sonst nur nachdenkst. Stöbere in Stellenanzeigen, überarbeite deine Bewerbungsunterlagen. Mach nur eine klitzekleine Sache anders als gestern.

6 – Deine Entscheidung

Was genau willst du und was willst du nicht mehr? Mach dir eine Liste mit Bedingungen für deinen neuen Traumjob: Was genau willst du machen, was nicht mehr, zu welcher Zeit, an welchem Ort, mit wem?

7 – Erkenne dein größtes Hindernis

Was hat dich bisher immer aufgehalten? Kriege es zu fassen und arbeite damit. Wenn Bewerbungen schreiben nicht dein Ding ist: Schau dich nach einem Profi um und du bist diese Sorge los. Oder du rufst direkt in der Firma an, sprichst mit dem Personaler, vielleicht bringst du auch deine Unterlagen persönlich vorbei.

8 – Hebe deinen Schatz

Versuche nicht zu sein, wie alle. Lerne deine „besonderen Merkmale“ zu schätzen. Arbeite deine Talente heraus und nutze sie als Sprungbrett. Schreibe in deine Bewerbung, dass du einzigartige Texte schreibst, Kundengespräche über alles liebst oder am liebsten allein arbeitest. Deine Einzigartigkeit ist dein Schatz, den du mit der Welt teilen kannst.

9 – Dein Heldenjob

Herzlichen Glückwunsch, du bist auf dem Weg und einen Schritt näher bei dir. Tu, was du liebst und liebe, was du tust. Bring dein Licht in die Welt.

Ich hoffe, du bist mutig genug, dich auf die Reise zu machen, denn du weißt ja,

die Welt braucht deine leise Power 🦋

 

 

 

 

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